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🇧🇭 NHRA

Allgemeinmedizin & GP Bahrain

Allgemeinmedizinerinnen und Ärzte in der Vorbereitung auf DHA-, DOH-, MOHAP-, SMLE- und andere Golf-Lizenzprüfungen

NHRA: ≈ 100 questions · 180 minutes1096 questions in the bank
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Beispielfrage

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Which drug has been shown to reduce mortality in heart failure with reduced ejection fraction?

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Original MediFlow content, not official exam questions. Medical review in progress.

Syllabus and high-yield notes

1. Kardiologie · 4 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Leiten Sie bei Brustschmerz innerhalb von 10 Minuten nach Erstkontakt ein 12-Kanal-EKG ab. ST-Hebungen in II, III und aVF sprechen für einen Hinterwandinfarkt (meist RCA): Ergänzen Sie V4R und vermeiden Sie bei rechtsventrikulärer Beteiligung Nitrate; bei Hypotonie geben Sie Volumen. ST-Senkungen in V1–V3 mit hohen R-Zacken können einem posterioren STEMI entsprechen – leiten Sie V7–V9 ab.
  • STEMI: primäre PCI, wenn sie innerhalb von 120 Minuten nach Diagnose möglich ist; sonst Fibrinolyse innerhalb von 10 Minuten nach Diagnose und Verlegung in ein PCI-Zentrum. NSTE-ACS mit Schock, therapierefraktärem Schmerz, akuter Herzinsuffizienz oder lebensbedrohlicher Rhythmusstörung erfordert eine Koronarangiographie innerhalb von 2 Stunden, ein gesicherter NSTEMI ohne diese Merkmale innerhalb von 24 Stunden.
  • Die Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion wird mit vier Substanzklassen behandelt, die früh begonnen und auftitriert werden: ACE-Hemmer oder Sacubitril/Valsartan, ein evidenzbasierter Betablocker, ein Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist und ein SGLT2-Hemmer. SGLT2-Hemmer senken auch bei leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion die Hospitalisierungsrate; Schleifendiuretika behandeln nur die Stauung.
  • Vorhofflimmern: Bei hämodynamischer Instabilität ist die synchronisierte elektrische Kardioversion indiziert. Das Schlaganfallrisiko wird mit CHA₂DS₂-VA berechnet (ESC 2024; das weibliche Geschlecht zählt nicht mehr); ab 2 Punkten wird antikoaguliert, bei 1 Punkt sollte es erwogen werden. DOAKs sind zu bevorzugen, außer bei mechanischer Herzklappe oder mittel- bis höhergradiger Mitralstenose – dann Vitamin-K-Antagonist.
  • Regelmäßige Schmalkomplextachykardie beim stabilen Patienten: zuerst vagales Manöver, dann Adenosin 6 mg als schneller i.v.-Bolus (bei Bedarf 12 mg). Bei präexzitiertem Vorhofflimmern (WPW) vermeiden Sie AV-Knoten-blockierende Substanzen – Adenosin, Verapamil, Diltiazem, Digoxin, Betablocker und i.v. Amiodaron; geben Sie Procainamid oder Ibutilid bzw. kardiovertieren Sie bei Instabilität. Torsade de pointes spricht auf i.v. Magnesium an.
  • AV-Block II. Grades Typ Mobitz, höhergradiger und kompletter AV-Block ohne reversible Ursache erfordern unabhängig von Symptomen einen permanenten Schrittmacher. Synkopen unter Belastung oder im Liegen, ohne Prodromi, mit Palpitationen, struktureller Herzerkrankung oder pathologischem EKG sprechen für eine kardiale Ursache und müssen zügig abgeklärt werden.
  • Hypertonie (ESC 2024): Bestätigen Sie die Diagnose mit Heim- oder Langzeitmessung, beginnen Sie bei den meisten Patienten mit einer niedrig dosierten Zweierkombination als Single-Pill (RAS-Blocker plus Calciumantagonist oder thiazidartiges Diuretikum) und streben Sie bei guter Verträglichkeit einen systolischen Wert von 120–129 mmHg an. Die AHA/ACC-Leitlinie 2025 nennt einen Zielwert unter 130/80 mmHg.
  • Eine schwere symptomatische Aortenklappenstenose (Spitzengeschwindigkeit ≥ 4 m/s, mittlerer Gradient ≥ 40 mmHg, Öffnungsfläche ≤ 1 cm²) erfordert eine Klappenintervention; das Heart-Team bevorzugt bei älteren oder operativ hochriskanten Patienten die TAVI. Eine Endokarditisprophylaxe erhalten nur Hochrisikopatienten (Klappenprothese, frühere Endokarditis, bestimmte angeborene Herzfehler) bei zahnärztlichen Eingriffen an der Gingiva: Amoxicillin 2 g 30–60 Minuten vorher.
  • Akute Perikarditis: atemabhängiger Schmerz, der sich im Vorbeugen bessert, Perikardreiben, diffuse konkave ST-Hebungen mit PR-Senkung. Behandeln Sie mit einem NSAR oder ASS plus Colchicin für etwa 3 Monate. Hypotonie, gestaute Halsvenen und leise Herztöne (Beck-Trias) mit Pulsus paradoxus bedeuten eine Tamponade – dringliche Perikardpunktion.
  • Lipide (ESC/EAS): Patienten mit sehr hohem Risiko, darunter alle nach akutem Koronarsyndrom, benötigen ein LDL-Cholesterin unter 1,4 mmol/l (55 mg/dl) und eine Senkung um mindestens 50 %. Setzen Sie ein hochintensives Statin ein, ergänzen Sie Ezetimib bei Zielverfehlung und danach einen PCSK9-Hemmer; bestimmen Sie Lipoprotein(a) einmal im Erwachsenenalter.
  1. Acute coronary syndromes: recognising and treating chest pain – An acute coronary syndrome (ACS) happens when an atherosclerotic plaque in a coronary artery ruptures or erodes and a thrombus forms on top of it. The thrombus narrows or blocks the artery, and the heart muscle downstream becomes ischaemic. ACS is a spectrum: unstable angina, non-ST-elevation myocardial infarction (NSTEMI) and ST-elevation myocardial infarction (STEMI). What separates them is the ECG and the troponin, not the severity of the pain.
  2. Chronic coronary syndromes, lipids and hypertension – Most coronary disease is chronic. Stable angina is chest discomfort brought on by exertion or emotion and relieved within a few minutes by rest or nitrate. It occurs when a fixed narrowing limits flow during increased demand. The 2024 ESC guideline calls this a chronic coronary syndrome (CCS) and stresses two parallel goals: relieve symptoms and prevent events.
  3. Heart failure, valve disease, pericardium and the aorta – Heart failure is a clinical syndrome: symptoms such as breathlessness, fatigue and ankle swelling, with signs such as raised jugular venous pressure and crackles, caused by a structural or functional heart abnormality that leads to raised filling pressures or low output. It is classified by left ventricular ejection fraction (LVEF), because treatment depends on it.
  4. Arrhythmias: atrial fibrillation, tachycardias and bradycardias – For any arrhythmia, the first question is whether the patient is stable. Adverse features in the Resuscitation Council and ERC algorithms are shock (hypotension, pallor, sweating, confusion), syncope, myocardial ischaemia and severe heart failure. An unstable tachycardia needs synchronised DC cardioversion under sedation or anaesthesia, regardless of the exact rhythm. A stable patient allows time to read the ECG carefully.
2. Pneumologie · 4 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Asthma (GINA): Eine alleinige SABA-Therapie wird bei Erwachsenen und Jugendlichen nicht mehr empfohlen, weil sie das Risiko schwerer Exazerbationen erhöht. Der bevorzugte Track 1 nutzt niedrig dosiertes ICS–Formoterol als Bedarfsmedikation auf jeder Stufe: auf Stufe 1–2 allein bei Bedarf, ab Stufe 3 als Erhaltungs- und Bedarfstherapie (MART).
  • Akutes Asthma: Peak-Flow 33–50 % des Bestwerts, Sprechen in ganzen Sätzen nicht möglich, Atemfrequenz ≥ 25/min oder Herzfrequenz ≥ 110/min kennzeichnen einen schweren Anfall. Peak-Flow unter 33 %, SpO₂ unter 92 %, stille Lunge, Erschöpfung, Bewusstseinsstörung oder ein normaler PaCO₂ zeigen einen lebensbedrohlichen Anfall an; ein erhöhter PaCO₂ bedeutet ein nahezu tödliches Asthma.
  • COPD (GOLD 2026): Für die Diagnose ist ein FEV₁/FVC-Quotient nach Bronchodilatation unter 0,7 erforderlich. Gruppe E bedeutet jetzt mindestens eine mittelschwere oder schwere Exazerbation im Vorjahr. Initial erhält Gruppe A einen Bronchodilatator, Gruppen B und E LABA + LAMA; in Gruppe E ergänzen Sie ein ICS bei Eosinophilen ab 300/µl.
  • COPD-Exazerbation: kurz wirksame Bronchodilatatoren, Prednisolon für 5 Tage und bei purulentem Sputum Antibiotika für 5 Tage. Bei Hyperkapnie-Risiko streben Sie mit kontrollierter Sauerstoffgabe eine SpO₂ von 88–92 % an. Eine NIV ist indiziert, wenn trotz optimaler Therapie der pH unter 7,35 und der PaCO₂ über 6,5 kPa (49 mmHg) bleibt.
  • Ambulant erworbene Pneumonie: Der CURB-65-Score leitet die Versorgungsform (0–1 ambulant, 2 stationäre Aufnahme erwägen, 3–5 schwer). Gesunde ambulante Patienten erhalten Amoxicillin oral für 5 Tage. Denken Sie an Legionellen bei Hotelaufenthalt oder Klimaanlagenexposition, Verwirrtheit, Diarrhö, Hyponatriämie und erhöhten Leberwerten, und veranlassen Sie einen Urin-Antigentest.
  • Verdacht auf Lungenembolie: Bestimmen Sie zuerst die klinische Wahrscheinlichkeit (Wells). Ist eine LE unwahrscheinlich, messen Sie die D-Dimere, ab 50 Jahren mit altersadjustiertem Grenzwert (Alter × 10 µg/l); ein negativer Wert schließt die LE aus. Bei wahrscheinlicher LE oder positivem D-Dimer folgt eine CT-Pulmonalisangiographie. Eine Hochrisiko-LE mit Schock wird systemisch lysiert.
  • Tuberkulose (WHO): Verwenden Sie als initialen Test einen molekularen Schnelltest wie Xpert MTB/RIF Ultra aus dem Sputum; IGRA und Tuberkulin-Hauttest können eine aktive Erkrankung nicht nachweisen. Die medikamentensensible TB wird 2 Monate mit HRZE und 4 Monate mit HR behandelt. Eine latente Infektion wird nach Ausschluss einer aktiven TB mit einem Rifamycin-basierten Schema behandelt (z. B. 4 Monate Rifampicin oder 3 Monate Isoniazid–Rifapentin wöchentlich).
  • Pleuraerguss: Nach den Light-Kriterien liegt ein Exsudat vor, wenn eines erfüllt ist – Pleura/Serum-Eiweiß-Quotient über 0,5, Pleura/Serum-LDH-Quotient über 0,6 oder Pleura-LDH über zwei Drittel der oberen Serum-Normgrenze. Bei Pleurainfektion erfordern Eiter, Erreger in Gram-Färbung oder Kultur oder ein pH unter 7,2 eine Thoraxdrainage.
  • Pneumothorax: Der Spannungspneumothorax ist eine klinische Diagnose und erfordert die sofortige Entlastung. Ein sekundärer Pneumothorax (vorbestehende Lungenerkrankung wie COPD) oder eine relevante Hypoxie sind Hochrisikomerkmale und erfordern meist eine Thoraxdrainage und stationäre Aufnahme; ein wenig symptomatischer primärer Pneumothorax kann konservativ oder mit Punktion behandelt werden.
  • Interpretieren Sie Blutgase schrittweise: pH, primäre Störung, dann erwartete Kompensation. Bei respiratorischer Azidose steigt das Bikarbonat pro 10 mmHg (1,3 kPa) PaCO₂-Anstieg akut um etwa 1 mmol/l, chronisch um 3,5–4 mmol/l. Werte dazwischen sprechen für eine akut-auf-chronische Hyperkapnie, typisch für eine COPD-Exazerbation.
  1. Asthma and COPD: diagnosis, stepwise treatment and exacerbations – Asthma and chronic obstructive pulmonary disease (COPD) both narrow the airways, but they behave differently. Asthma is variable airway inflammation: symptoms come and go, and airflow limitation reverses. COPD is persistent airflow limitation, usually caused by smoking or biomass smoke, and it does not fully reverse. Spirometry measures forced expiratory volume in 1 second (FEV1) and forced vital capacity (FVC). Their ratio below 0.70 after bronchodilator confirms persistent obstruction in COPD (GOLD).
  2. Pneumonia and tuberculosis – Community-acquired pneumonia (CAP) is an acute infection of the lung parenchyma in a patient who was not recently in hospital. Typical features are fever, cough, purulent sputum, pleuritic pain and new focal signs, confirmed by a new opacity on chest X-ray. Streptococcus pneumoniae is the commonest cause. Haemophilus influenzae is frequent in COPD. Atypical organisms are Mycoplasma pneumoniae (young adults, epidemics, cold agglutinins), Legionella pneumophila and Chlamydophila species. Staphylococcus aureus causes severe, cavitating pneumonia after influenza.
  3. Pulmonary embolism, pleural disease and pneumothorax – Pulmonary embolism (PE) is usually a thrombus from the deep veins of the legs that lodges in the pulmonary arteries. Risk factors follow Virchow's triad: stasis (immobility, long travel), endothelial injury (surgery, trauma) and hypercoagulability (cancer, pregnancy, oestrogen-containing contraceptives or HRT, thrombophilia). Symptoms are breathlessness, pleuritic pain, haemoptysis, syncope; signs include tachycardia, tachypnoea and hypoxia.
  4. Lung cancer, interstitial lung disease, sarcoidosis, sleep apnoea and blood gases – Lung cancer is the leading cause of cancer death worldwide. About 85 % are non-small-cell lung cancer (NSCLC: adenocarcinoma, the commonest type, also in never-smokers; and squamous cell carcinoma). About 15 % are small-cell lung cancer (SCLC), strongly linked to smoking, central, fast-growing and often already spread at diagnosis. Symptoms include persistent cough, haemoptysis, weight loss, chest pain, hoarseness (recurrent laryngeal nerve), and finger clubbing.
3. Endokrinologie & Diabetes · 2 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Ein Diabetes wird diagnostiziert bei Nüchternglukose ≥ 7,0 mmol/l (126 mg/dl), 2-h-Wert im oGTT ≥ 11,1 mmol/l (200 mg/dl), HbA1c ≥ 6,5 % (48 mmol/mol) oder Gelegenheitsglukose ≥ 11,1 mmol/l mit klassischen Symptomen. Ohne Symptome sind zwei pathologische Ergebnisse nötig – aus derselben Probe oder an zwei Tagen; widersprechen sich zwei Tests, wiederholen Sie den Test über dem Grenzwert.
  • Die Therapie des Typ-2-Diabetes (ADA 2026) richtet sich nach den Begleiterkrankungen, nicht allein nach dem HbA1c: SGLT2-Hemmer bei Herzinsuffizienz oder CKD, GLP-1-Rezeptoragonist oder SGLT2-Hemmer mit belegtem Nutzen bei atherosklerotischer Erkrankung. Bei Adipositas bevorzugen Sie Substanzen mit starker Gewichtsreduktion (Semaglutid, Tirzepatid). Vermeiden Sie Pioglitazon und Saxagliptin bei Herzinsuffizienz.
  • Adipositas und Typ-2-Diabetes sind in den Golfstaaten sehr häufig; asiatische und arabische Bevölkerungen entwickeln metabolische Risiken bereits bei niedrigerem BMI und größerem Taillenumfang. Behandeln Sie Adipositas als chronische Erkrankung: Lebensstilunterstützung, dann GLP-1-basierte Pharmakotherapie und bei geeigneten Patienten ohne dauerhafte Gewichtsreduktion eine metabolische Chirurgie.
  • Ramadan (IDF-DAR): Stratifizieren Sie das Risiko vor dem Fasten, bevorzugen Sie Gliclazid oder DPP-4-Hemmer gegenüber Glibenclamid und reduzieren Sie Sulfonylharnstoff- oder Insulindosen. Das Fasten muss sofort gebrochen werden bei Glukose unter 3,9 mmol/l (70 mg/dl) oder über 16,7 mmol/l (300 mg/dl), bei Hypoglykämiesymptomen oder akuter Erkrankung.
  • DKA (ADA-Konsensus 2024): Glukose ≥ 11,1 mmol/l (200 mg/dl) oder bekannter Diabetes, β-Hydroxybutyrat ≥ 3,0 mmol/l sowie pH < 7,3 und/oder Bikarbonat < 18 mmol/l; SGLT2-Hemmer können eine euglykämische DKA auslösen. Geben Sie zuerst Flüssigkeit i.v.; verschieben Sie das Insulin bei Kalium unter 3,5 mmol/l. Das HHS (Glukose ≥ 33,3 mmol/l, effektive Osmolalität > 300 mOsm/kg, kaum Ketose) wird vor allem mit 0,9 % NaCl behandelt.
  • Eine Hypoglykämie liegt unter 3,9 mmol/l (70 mg/dl) vor; unter 3,0 mmol/l (54 mg/dl) ist sie klinisch relevant. Wache Patienten nehmen 15–20 g schnell wirksame Glukose und messen nach 15 Minuten erneut; bewusstlose Patienten erhalten Glukagon oder Glukose i.v. Eine Sulfonylharnstoff-Hypoglykämie kann über viele Stunden wiederkehren und muss überwacht werden.
  • Schilddrüse: Eine subklinische Hypothyreose mit TSH unter 10 mU/l wird meist kontrolliert statt behandelt. Im ersten Trimenon setzen Sie Propylthiouracil ein, sonst Carbimazol oder Thiamazol. In der thyreotoxischen Krise geben Sie Betablocker, Thyreostatikum, mindestens 1 Stunde später Jod sowie Hydrocortison. Schilddrüsenknoten: TSH und Sonographie; Feinnadelpunktion bei suspekten Knoten ab 1 cm.
  • Nebenniere: Bei Verdacht auf eine Addison-Krise (Hypotonie, Hyponatriämie, Hyperkaliämie, Hypoglykämie) geben Sie sofort 100 mg Hydrocortison i.v. und NaCl – warten Sie nie auf Laborergebnisse. Screening auf Cushing-Syndrom mit 1-mg-Dexamethason-Hemmtest, spätabendlichem Speichelcortisol oder freiem Cortisol im 24-h-Urin; auf primären Hyperaldosteronismus mit dem Aldosteron-Renin-Quotienten; auf Phäochromozytom mit Metanephrinen in Plasma oder Urin, danach Alpha-Blockade vor der Operation.
  • Calcium und Knochen: Der primäre Hyperparathyreoidismus zeigt erhöhtes Calcium mit hohem oder inadäquat normalem PTH; ein Calcium-Kreatinin-Clearance-Quotient unter 0,01 spricht für eine familiäre hypokalziurische Hyperkalzämie, die nicht operiert wird. Vitamin-D-Mangel ist in den Golfstaaten trotz Sonne sehr häufig. Die Osteoporose (T-Score ≤ −2,5) wird meist zuerst mit einem oralen Bisphosphonat behandelt.
  • Hypophyse und PCOS: Prolaktinome, auch Makroadenome, werden zuerst mit Cabergolin behandelt; schließen Sie Schwangerschaft, Hypothyreose und Medikamente als Ursache einer Hyperprolaktinämie aus. Das PCOS wird nach Ausschluss anderer Ursachen mit zwei von drei Rotterdam-Kriterien diagnostiziert; bei anovulatorischer Sterilität ist Letrozol Mittel der ersten Wahl.
  1. Diabetes mellitus: diagnosis and long-term treatment – Diabetes mellitus is chronic hyperglycaemia caused by too little insulin, too little insulin effect, or both. Type 1 diabetes is autoimmune destruction of pancreatic beta cells; patients need insulin from diagnosis and are prone to ketoacidosis. Type 2 diabetes combines insulin resistance (linked to obesity, inactivity and genes) with gradually failing beta cells. Other types include gestational diabetes, monogenic diabetes (MODY), and diabetes from pancreatic disease or drugs such as steroids.
  2. Diabetic emergencies: DKA, HHS and hypoglycaemia – Diabetic ketoacidosis (DKA) arises when insulin is absent or very low. Without insulin, cells cannot use glucose, so the body breaks down fat; the liver turns fatty acids into ketone bodies, which are acids. Glucose rises, causing an osmotic diuresis and severe dehydration. DKA is typical of type 1 diabetes, often triggered by infection, missed insulin, or new diagnosis, but it also occurs in type 2 and with SGLT2 inhibitors, where glucose may be near normal (euglycaemic DKA).
  3. Thyroid disease: hypothyroidism, thyrotoxicosis, nodules and pregnancy – The hypothalamus releases TRH, which stimulates pituitary TSH, which stimulates the thyroid to make thyroxine (T4) and some triiodothyronine (T3). T4 and T3 feed back to suppress TSH. Because TSH responds in a log-linear way to small changes in free T4, TSH is the best single screening test in primary thyroid disease. The exceptions are pituitary disease and recent treatment changes, where free T4 is more reliable.
  4. Adrenal, pituitary, calcium and bone, and reproductive endocrinology – The adrenal cortex makes cortisol (stress hormone, regulated by ACTH), aldosterone (salt and potassium balance, regulated by renin–angiotensin) and adrenal androgens. The medulla makes adrenaline and noradrenaline. Most adrenal disorders are disorders of excess or deficiency of one of these.
4. Gastroenterologie & Hepatologie · 4 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Typischer Reflux ohne Alarmzeichen wird empirisch behandelt: Lebensstilberatung und ein PPI einmal täglich für 8 Wochen. Bei Dysphagie, ungewolltem Gewichtsverlust, GI-Blutung, Eisenmangelanämie, anhaltendem Erbrechen oder Alter ab 55 Jahren mit Gewichtsverlust und Dyspepsie veranlassen Sie stattdessen eine dringliche Ösophagogastroduodenoskopie.
  • Die Clarithromycin-Resistenz ist in der Golfregion hoch; Erstlinientherapie der H.-pylori-Eradikation ist daher die 14-tägige Bismut-Quadrupeltherapie (PPI, Bismut, Tetracyclin, Metronidazol). Setzen Sie PPI 2 Wochen und Antibiotika bzw. Bismut 4 Wochen vor einem Harnstoff-Atemtest oder Stuhlantigentest ab und kontrollieren Sie den Eradikationserfolg bei allen Behandelten.
  • Bei oberer GI-Blutung erlaubt ein Glasgow-Blatchford-Score von 0–1 eine ambulante Betreuung. Andernfalls gilt: Kreislauf stabilisieren, restriktiv transfundieren (Hb-Schwelle etwa 70 g/L, bei kardiovaskulärer Erkrankung 80 g/L) und innerhalb von 24 Stunden endoskopieren; bei Verdacht auf Varizenblutung vor der Endoskopie Terlipressin und Antibiotika geben.
  • Die akute schwere Colitis ulcerosa (Truelove und Witts: mindestens 6 blutige Stühle pro Tag plus Tachykardie, Fieber, Anämie oder erhöhte BSG/CRP) erfordert stationäre Aufnahme, i.v.-Kortikosteroide, NMH-Thromboseprophylaxe, Stuhldiagnostik einschließlich C. difficile und den Verzicht auf Opioide, Antidiarrhoika und NSAR. Ohne Ansprechen bis Tag 3 folgt eine Rescue-Therapie (Infliximab oder Ciclosporin) oder die Kolektomie.
  • Die Zöliakie-Serologie (tTG-IgA plus Gesamt-IgA) ist nur unter glutenhaltiger Ernährung aussagekräftig. Bei niedrigem Gesamt-IgA verwenden Sie IgG-basierte Tests (DGP-IgG oder tTG-IgG); bei Erwachsenen wird eine positive Serologie vor Beginn einer lebenslangen glutenfreien Diät durch Duodenalbiopsien bestätigt.
  • Hepatitis-Serologie: HBsAg = aktuelle Infektion; Anti-HBc-IgM = akute Infektion und im diagnostischen Fenster der einzige Marker; Anti-HBs allein = Impfung; Anti-HBc plus Anti-HBs = ausgeheilte Infektion. Ein reaktives Anti-HCV zeigt nur den Kontakt, erst die HCV-RNA belegt eine aktive Infektion. Hepatitis E kann in der Schwangerschaft fulminant verlaufen; Hepatitis D tritt nur zusammen mit HBsAg auf.
  • Komplikationen der Leberzirrhose: Neutrophile im Aszites ab 250/mm³ = SBP (Cefotaxim oder Ceftriaxon plus i.v.-Albumin); manifeste hepatische Enzephalopathie = Lactulose, nach einem Rezidiv zusätzlich Rifaximin; klinisch signifikante portale Hypertension = nicht selektiver Betablocker, bevorzugt Carvedilol; HCC-Surveillance mit Sonografie mit oder ohne AFP alle 6 Monate.
  • Die akute Pankreatitis wird mit 2 von 3 Kriterien diagnostiziert: typischer Schmerz, Lipase oder Amylase mindestens 3-fach über der Norm, typische Bildgebung. Geben Sie moderate, zielgerichtete Flüssigkeit (Ringer-Laktat) statt aggressiver Volumina, beginnen Sie früh mit oraler Kost, verzichten Sie auf prophylaktische Antibiotika, reservieren Sie die dringliche ERCP für die Cholangitis und entfernen Sie die Gallenblase nach milder biliärer Pankreatitis noch im selben Aufenthalt.
  • Das Darmkrebs-Screening bei durchschnittlichem Risiko umfasst 45 bis 75 Jahre (FIT jährlich oder Koloskopie alle 10 Jahre, USPSTF 2021). Ein Verwandter ersten Grades mit Diagnose vor dem 60. Lebensjahr bedeutet Koloskopie alle 5 Jahre ab 40 Jahren oder, falls früher, 10 Jahre vor dem Diagnosealter des Angehörigen; beim Lynch-Syndrom Koloskopie alle 1–2 Jahre ab 20–25 Jahren.
  • Bewerten Sie Leberwerte als Muster: führender ALT-Anstieg = hepatozellulär; AP mit erhöhter GGT = cholestatisch bzw. biliär; AP bei normaler GGT = ossär; AST/ALT über 2 spricht für Alkohol; isolierte unkonjugierte Hyperbilirubinämie bei normalem Blutbild und normalen Retikulozyten = Gilbert-Syndrom.
  1. Upper GI tract: reflux, dyspepsia, Helicobacter pylori and upper GI bleeding – Most upper gastrointestinal complaints in general practice are benign: heartburn, acid regurgitation and epigastric discomfort after meals. The task of the doctor is twofold. First, decide whether the patient can be treated empirically, or whether an alarm feature means cancer or a complication must be excluded by endoscopy. Second, find and remove treatable causes, mainly Helicobacter pylori and non-steroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs). This chapter follows that logic and ends with the emergency of upper GI bleeding.
  2. Lower GI tract: inflammatory bowel disease, IBS, coeliac disease and colorectal cancer screening – Chronic diarrhoea, abdominal pain and rectal bleeding are common reasons for referral. The central question is whether the cause is organic (inflammation, malabsorption, neoplasia) or functional. Simple tests separate them well: full blood count, CRP, coeliac serology, faecal calprotectin, and colonoscopy when indicated. This chapter covers the four diseases examiners test most: ulcerative colitis, Crohn's disease, irritable bowel syndrome and coeliac disease, and then colorectal cancer screening.
  3. The liver: reading liver tests, viral hepatitis and inherited or autoimmune liver disease – Liver blood tests are among the most frequently ordered tests and the most frequently misread. The term 'liver function tests' is misleading, because ALT, AST and ALP measure injury, not function. True synthetic function is shown by albumin, INR (prothrombin time) and bilirubin clearance. Learn to read the pattern first, then think of the cause.
  4. Cirrhosis and its complications – Cirrhosis is the end stage of chronic liver injury: diffuse fibrosis with regenerative nodules that distort the liver architecture. The leading causes are alcohol, metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease (MASLD, formerly NAFLD), and chronic hepatitis B and C. Cirrhosis can be compensated for years. Decompensation means the appearance of ascites, variceal bleeding, hepatic encephalopathy or jaundice, and it sharply reduces survival.
5. Nephrologie & Elektrolyte · 4 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • KDIGO definiert die akute Nierenschädigung (AKI) als Kreatininanstieg um ≥ 26,5 µmol/l (0,3 mg/dl) innerhalb von 48 Stunden, Anstieg auf das ≥ 1,5-Fache des Ausgangswerts innerhalb von 7 Tagen oder Urinausscheidung unter 0,5 ml/kg/h über 6 Stunden. Das Stadium richtet sich nach dem schlechteren Kriterium: Stadium 2 entspricht dem 2,0–2,9-Fachen, Stadium 3 dem ≥ 3-Fachen, Kreatinin ≥ 353,6 µmol/l (4,0 mg/dl) oder Dialysepflicht.
  • Suchen Sie bei AKI nach Volumenmangel, Nephrotoxinen und Obstruktion. Setzen Sie NSAR ab und pausieren Sie während einer akuten Erkrankung ACE-Hemmer, ARB, Diuretika und Metformin (Sick-Day-Regeln). Eine FENa unter 1 % spricht für eine prärenale Ursache. Eine dringliche Dialyse ist indiziert bei therapierefraktärer Hyperkaliämie, Azidose oder Überwässerung, urämischer Perikarditis oder Enzephalopathie sowie dialysierbaren Giften.
  • Die CKD wird nach Ursache, GFR-Kategorie (G1–G5) und Albuminurie (A1–A3) eingeteilt. Basistherapie nach KDIGO 2024: ACE-Hemmer oder ARB in maximal verträglicher Dosis bei Albuminurie, SGLT2-Hemmer ab einer eGFR von 20 und für die meisten Erwachsenen ein Statin. Ein Kreatininanstieg bis 30 % nach Beginn eines RAS-Blockers ist zu erwarten und kein Grund zum Absetzen. Diabetes ist in den Golfstaaten die häufigste Ursache der CKD.
  • Nephrotisches Syndrom: Proteinurie über 3,5 g/Tag, Albumin unter 30 g/l, Ödeme und Hyperlipidämie, mit hohem Thrombose- und Infektionsrisiko. Bei Kindern dominiert die Minimal-Change-Glomerulopathie, bei Erwachsenen die membranöse Glomerulonephritis (Anti-PLA2R-Antikörper) und die FSGS. Nephritisches Syndrom: Hämaturie mit Erythrozytenzylindern, Hypertonie, Oligurie und mäßige Proteinurie.
  • Hämaturie nach Halsentzündung: innerhalb von 1–3 Tagen mit normalem Komplement spricht für eine IgA-Nephropathie, nach 1–3 Wochen mit erniedrigtem C3 für eine Poststreptokokken-Glomerulonephritis. Ein rasch steigendes Kreatinin mit Hämoptysen ist ein pulmorenales Syndrom: Bestimmen Sie dringlich ANCA und Anti-GBM-Antikörper.
  • Harnwegsinfektion: Die unkomplizierte Zystitis der Frau wird mit Nitrofurantoin für 5 Tage, Fosfomycin als Einmalgabe oder Pivmecillinam behandelt; vermeiden Sie Fluorchinolone. Eine asymptomatische Bakteriurie wird nur in der Schwangerschaft und vor schleimhautverletzenden urologischen Eingriffen behandelt. Fieber bei gestauter Niere ist ein urologischer Notfall.
  • Harnsteine sind im heißen Klima der Golfregion häufig. Diagnostizieren Sie mit Niedrigdosis-CT ohne Kontrastmittel und behandeln Sie Schmerzen primär mit NSAR. Distale Uretersteine über 5 mm können mit Tamsulosin abgehen (medikamentöse expulsive Therapie). Eine infizierte gestaute Niere muss dringlich mit Ureterschiene oder Nephrostomie entlastet werden. Zur Rezidivprophylaxe sollte die Trinkmenge eine Urinausscheidung von mindestens 2–2,5 l täglich sichern.
  • Eine Hyponatriämie mit schweren Symptomen (Krampfanfall, Koma) wird mit einem Bolus 3%iger Kochsalzlösung (z. B. 150 ml über 20 Minuten) behandelt, wiederholt bis zu einem Anstieg um etwa 5 mmol/l. Bei chronischer Hyponatriämie begrenzen Sie die Korrektur auf 10 mmol/l in 24 Stunden, bei Risikopatienten (Alkohol, Mangelernährung, Hypokaliämie, Lebererkrankung) auf 8 mmol/l, um eine osmotische Demyelinisierung zu vermeiden. Eine chronische Hypernatriämie korrigieren Sie langsam mit hypotoner Flüssigkeit.
  • Kalium: Eine Hyperkaliämie mit EKG-Veränderungen erfordert zuerst Calcium i.v., dann Insulin–Glukose und vernebeltes Salbutamol, danach die Kaliumelimination. Schließen Sie eine Pseudohyperkaliämie aus (Hämolyse, sehr hohe Thrombozyten- oder Leukozytenzahl, verzögerte Verarbeitung), wenn der Befund nicht zur Klinik passt. Eine therapieresistente Hypokaliämie beruht meist auf einem Magnesiummangel.
  • Säure-Basen-Haushalt: Berechnen Sie die Anionenlücke (Na⁺ − Cl⁻ − HCO₃⁻, normal etwa 8–12 mmol/l). Bei Azidose mit normaler Anionenlücke spricht eine negative Urin-Anionenlücke für einen intestinalen Bikarbonatverlust, eine positive für eine renal-tubuläre Azidose. Erbrechen verursacht eine chloridsensible metabolische Alkalose (Urinchlorid unter 20 mmol/l), die mit NaCl und Kalium behandelt wird. Passen Sie Medikamentendosen an die Nierenfunktion an: Metformin unter einer eGFR von 30 absetzen, Nitrofurantoin unter 45 vermeiden.
  1. Acute kidney injury: definition, causes and management – Acute kidney injury (AKI) is a sudden fall in kidney function, measured by a rise in serum creatinine or a fall in urine output. It is common in hospital, especially with sepsis, dehydration, surgery and nephrotoxic drugs, and it increases mortality even when mild. Creatinine lags behind the injury by a day or two, so a 'normal' creatinine early in an illness does not exclude AKI.
  2. Chronic kidney disease and glomerular disease – Chronic kidney disease (CKD) is an abnormality of kidney structure or function present for more than 3 months with implications for health. In practice, that means an eGFR below 60 mL/min/1.73 m2 or markers of damage such as albuminuria, for at least 3 months. KDIGO stages CKD by cause, GFR (G1–G5) and albuminuria (A1–A3). The two together predict progression and cardiovascular risk better than either alone.
  3. Urinary tract infection and kidney stones – Urinary tract infection (UTI) is one of the commonest infections. Escherichia coli causes about 75–80 % of community cases; others are Klebsiella, Proteus (alkaline urine, struvite stones) and Staphylococcus saprophyticus in young women. Infection is classified by site (cystitis in the bladder, pyelonephritis in the kidney) and as uncomplicated (healthy non-pregnant women with a normal urinary tract) or complicated (men, pregnancy, catheters, obstruction, structural abnormality, immunosuppression).
  4. Sodium, potassium and other electrolytes – Sodium disorders are really water disorders. Serum sodium reflects the balance of water relative to sodium. The brain is most at risk: low sodium makes cells swell, high sodium makes them shrink. Therefore speed matters as much as size, both in how fast the abnormality developed and in how fast it is corrected.
  5. Acid–base disorders and safe prescribing in kidney disease – Acid–base analysis answers three questions: is the blood acidaemic or alkalaemic, is the main problem respiratory or metabolic, and is the body compensating as expected? Normal values: pH 7.35–7.45, PaCO2 4.7–6.0 kPa (35–45 mmHg), bicarbonate 22–26 mmol/L.
6. Hämatologie · 3 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Beginnen Sie jede mikrozytäre Anämie mit dem Ferritin: Werte unter 15 µg/L beweisen einen Eisenmangel, Werte bis etwa 45 µg/L machen ihn wahrscheinlich, und Entzündungen erhöhen das Ferritin. Mikrozytose bei normalem Ferritin und hoher Erythrozytenzahl (Mentzer-Index unter 13) spricht für eine Thalassämie-Anlage; bestimmen Sie HbA2 per HPLC oder Elektrophorese, ein zentraler Bestandteil des vorehelichen Screenings am Golf.
  • Eine Eisenmangelanämie braucht immer eine Ursache: Zöliakie-Serologie bei allen, bidirektionale Endoskopie bei Männern und postmenopausalen Frauen. Behandeln Sie mit einer oralen Eisentablette täglich oder jeden zweiten Tag (besser resorbiert und verträglicher als Mehrfachgaben), nutzen Sie i.v.-Eisen bei Versagen oder Unverträglichkeit und setzen Sie die Therapie nach Normalisierung des Hb noch etwa 3 Monate fort.
  • Ein B12-Mangel mit neurologischen Symptomen wird mit Hydroxocobalamin 1 mg i.m. jeden zweiten Tag behandelt, bis keine weitere Besserung eintritt, danach alle 2 Monate. Sind B12 und Folsäure erniedrigt, beginnen Sie mit B12, da Folsäure allein eine funikuläre Myelose auslösen kann; Intrinsic-Factor-Antikörper sichern die perniziöse Anämie.
  • Hämolyse = Anämie mit erhöhten Retikulozyten, unkonjugiertem Bilirubin und LDH sowie erniedrigtem Haptoglobin. Ein positiver direkter Antiglobulintest zeigt eine Immunhämolyse (Wärme-AIHA: Sphärozyten, Prednisolon 1 mg/kg). Ein negativer Test mit Bite- oder Blister-Zellen nach Favabohnen, Primaquin, Dapson, Rasburicase oder Nitrofurantoin weist auf einen G6PD-Mangel hin; bestimmen Sie G6PD etwa 3 Monate nach der akuten Episode erneut.
  • Transfusionsabhängige Beta-Thalassämie: Transfundieren Sie so, dass das Hb vor der Transfusion bei 95–105 g/L liegt, und beginnen Sie die Chelattherapie nach 10–20 Transfusionen oder bei Ferritin über 1.000 µg/L. Deferipron kann eine Agranulozytose auslösen (wöchentliche Neutrophilenkontrolle), Deferasirox wirkt nieren- und lebertoxisch, Deferoxamin kann Augen und Gehör schädigen.
  • Sichelzellkrankheit: Schmerzkrisen werden rasch mit Opioiden und Flüssigkeit behandelt. Fieber, Thoraxschmerz, Hypoxie und ein neues Infiltrat bedeuten ein akutes Thoraxsyndrom (Sauerstoff, Antibiotika einschließlich Makrolid, Atemtrainer, Transfusion, bei schwerem oder progredientem Verlauf Austauschtransfusion). Ein plötzlicher Hb-Abfall mit niedrigen Retikulozyten spricht für eine aplastische Krise durch Parvovirus B19, mit rasch wachsender Milz für eine Milzsequestration. Hydroxycarbamid, Penicillinprophylaxe und Impfungen senken die Komplikationsrate.
  • Das Blutungsmuster leitet die Diagnose: Haut- und Schleimhautblutungen (Epistaxis, Menorrhagie, Hämatome) sprechen für eine Thrombozyten- oder Von-Willebrand-Störung, Hämarthros und Muskelhämatome für einen Gerinnungsfaktormangel (Hämophilie: verlängerte aPTT, normale Prothrombinzeit). Bei ITP Erwachsener behandeln Sie Thrombozyten unter 30 × 10⁹/L oder Blutungen mit Kortikosteroiden; die TTP erfordert dringend einen Plasmaaustausch, keine Thrombozyten; bei Verdacht auf HIT setzen Sie jegliches Heparin ab und beginnen ein Nicht-Heparin-Antikoagulans.
  • Warfarin: Eine erhöhte INR ohne Blutung wird durch Pausieren von Dosen behandelt, bei INR über 8 oder hohem Blutungsrisiko zusätzlich mit niedrig dosiertem oralem Vitamin K; bei schwerer Blutung Prothrombinkomplex-Konzentrat plus Vitamin K 5–10 mg i.v. Dabigatran wird mit Idarucizumab antagonisiert, Faktor-Xa-Hemmer mit Andexanet alfa oder PPSB. DOAK sind bei mechanischen Herzklappen und mittel- bis hochgradiger Mitralstenose kontraindiziert; beim dreifach positiven Antiphospholipid-Syndrom wird Warfarin bevorzugt.
  • Venöse Thromboembolie: Nutzen Sie den Wells-Score; ist eine TVT oder LE unwahrscheinlich, schließt ein normales D-Dimer sie aus, ist sie wahrscheinlich, folgt direkt die Bildgebung. Eine LE mit anhaltender Hypotonie ist eine Hochrisiko-LE und erfordert eine systemische Thrombolyse. Provozierte VTE werden 3 Monate behandelt, nach unprovozierter VTE erwägen Sie eine verlängerte Therapie; bei Krebs DOAK oder NMH, in der Schwangerschaft NMH.
  • Hinweise auf hämatologische Neoplasien: Gumprecht-Kernschatten bei Älteren = CLL (oft abwartendes Beobachten); Philadelphia-Chromosom t(9;22) = CML (Imatinib); t(15;17) mit DIC = akute Promyelozytenleukämie (sofort All-trans-Retinsäure); Reed-Sternberg-Zellen = Hodgkin-Lymphom. Bei jeder Transfusionsreaktion stoppen Sie zuerst die Transfusion; Dyspnoe mit Hypertonie und Volumenüberladung spricht für TACO, mit Hypotonie und Fieber für TRALI.
  1. Approach to anaemia: iron deficiency, thalassaemia trait and macrocytic anaemia – Anaemia is a reduced haemoglobin concentration: below about 130 g/L in men and 120 g/L in non-pregnant women (WHO). It is a sign, not a diagnosis, so the task is always to find the cause. The most useful first step is the mean cell volume (MCV), which divides anaemia into microcytic (MCV below about 80 fL), normocytic and macrocytic (above about 100 fL). The reticulocyte count then tells you whether the marrow is responding (high in bleeding and haemolysis) or failing (low in deficiency and marrow disease).
  2. Haemolysis, thalassaemia major, sickle cell disease and G6PD deficiency – Haemolysis means premature destruction of red cells. The laboratory pattern is the same whatever the cause: anaemia, raised reticulocytes (the marrow compensates), raised unconjugated bilirubin and lactate dehydrogenase (LDH) from broken cells, and low haptoglobin, which binds free haemoglobin and is consumed. Intravascular haemolysis adds haemoglobinuria and haemosiderinuria. The direct antiglobulin test (DAT, Coombs test) then splits causes into immune and non-immune.
  3. Bleeding disorders, thrombocytopenia and anticoagulation – Haemostasis has two stages. Primary haemostasis is the formation of a platelet plug, which needs normal platelets and von Willebrand factor (VWF). Secondary haemostasis is the coagulation cascade, which converts fibrinogen into fibrin to stabilise the plug. The bleeding pattern tells you which stage is defective. Mucocutaneous bleeding, such as epistaxis, gum bleeding, menorrhagia, petechiae and easy bruising, suggests a platelet or VWF problem. Deep bleeding into joints (haemarthrosis) and muscles, or delayed bleeding after surgery, suggests a coagulation factor deficiency.
  4. Haematological malignancy and transfusion medicine – Haematological cancers often first appear as an abnormal blood count. A generalist does not need to know chemotherapy protocols, but must recognise the patterns, know which findings are emergencies, and refer appropriately. This chapter covers leukaemias, lymphomas, myeloma, oncological emergencies and safe transfusion.
7. Infektiologie · 2 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Sepsis (Surviving Sepsis Campaign 2026): Screenen Sie Stationspatientinnen und -patienten mit NEWS2, MEWS oder SIRS statt allein mit qSOFA. Geben Sie Antiinfektiva bei septischem Schock oder wahrscheinlicher Sepsis sofort, möglichst innerhalb von 1 Stunde, bei nur möglicher Sepsis nach rascher Abklärung innerhalb von 3 Stunden. Bei Hypoperfusion mindestens 30 mL/kg balancierte Kristalloide in den ersten 3 Stunden, danach Noradrenalin (auch peripher startbar) mit MAP-Ziel 65 mmHg, ab 65 Jahren 60–65 mmHg.
  • Verdacht auf bakterielle Meningitis: Blutkulturen abnehmen und ohne Verzögerung Dexamethason mit der ersten Dosis Ceftriaxon oder Cefotaxim geben; bei über 50-Jährigen oder Immunsupprimierten Ampicillin bzw. Amoxicillin gegen Listerien ergänzen, bei resistenten Pneumokokken Vancomycin. Ein CT vor der Lumbalpunktion ist nur bei fokalen Zeichen, neuen Krampfanfällen, deutlich reduziertem Bewusstsein, Stauungspapille oder Immunsuppression nötig, und die Antibiotikagabe wird für die Bildgebung nie verschoben.
  • HIV: Screening mit einem Antigen-Antikörper-Test der 4. Generation; ist dieser reaktiv und der Differenzierungstest negativ, weist ein HIV-1-RNA-Test die akute Infektion nach. Die PEP muss innerhalb von 72 Stunden (möglichst innerhalb von 24) beginnen, dauert 28 Tage und nutzt ein Integrasehemmer-Regime wie Bictegravir/Emtricitabin/Tenofoviralafenamid; bei dauerhaft nicht nachweisbarer Viruslast der Indexperson ist sie nicht erforderlich.
  • STI (CDC 2021): Gonorrhö = Ceftriaxon 500 mg i.m. einmalig (ab 150 kg 1 g), plus Doxycyclin, wenn Chlamydien nicht ausgeschlossen sind; Chlamydien = Doxycyclin 100 mg zweimal täglich für 7 Tage, in der Schwangerschaft Azithromycin 1 g einmalig; Frühsyphilis = Benzathin-Benzylpenicillin 2,4 Mio. IE i.m. einmalig. Fieber und Myalgien innerhalb von 24 Stunden nach Syphilistherapie sind eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion, keine Penicillinallergie.
  • Fieber nach Aufenthalt in einem Malariagebiet ist bis zum Beweis des Gegenteils Malaria: wiederholte dicke und dünne Tropfen bzw. Schnelltests. Schwere Falciparum-Malaria (Bewusstseinsstörung, Nierenversagen, Ikterus, hohe Parasitämie) erfordert i.v.-Artesunat und anschließend eine vollständige orale Artemisinin-Kombinationstherapie; bei P. vivax und P. ovale wird zusätzlich Primaquin oder Tafenoquin gegen Hypnozoiten gegeben – aber erst nach G6PD-Testung.
  • Die Brucellose ist am Golf endemisch und wird über Rohmilch oder Kontakt zu Kamelen, Ziegen und Schafen erworben: undulierendes Fieber, Schweißausbrüche, Arthralgien, Sakroiliitis und Hepatosplenomegalie. Diagnostik mit verlängert bebrüteten Blutkulturen (Labor informieren) und Serologie; Therapie mit Doxycyclin über 6 Wochen plus Streptomycin oder Gentamicin oder plus Rifampicin; die Spondylitis erfordert mindestens 12 Wochen.
  • MERS-CoV: Denken Sie daran bei Fieber und Atemwegserkrankung innerhalb von 14 Tagen nach Kontakt mit Dromedaren, rohen Kamelprodukten oder einem bestätigten Fall, besonders bei Gesundheitspersonal. Frühzeitig isolieren, mit Real-Time-RT-PCR möglichst aus Material der unteren Atemwege bestätigen und supportiv behandeln; es gibt weder einen zugelassenen Impfstoff noch ein spezifisches Virostatikum.
  • Typhus abdominalis: langsam steigendes Fieber, Kopf- und Bauchschmerzen, relative Bradykardie und Roseolen nach Reisen nach Südasien. Erste Untersuchung ist die Blutkultur. In Pakistan erworbene Infektionen sind häufig extensiv resistent (gegen Fluorchinolone und Ceftriaxon); unkomplizierte Fälle erhalten daher Azithromycin, komplizierte ein Carbapenem.
  • Haut und Knochen: Schmerzen, die über den Hautbefund hinausgehen, rasche Ausbreitung, Krepitation oder systemische Toxizität sprechen für eine nekrotisierende Fasziitis und erfordern sofortiges chirurgisches Débridement. Osteomyelitis wird meist durch Staphylococcus aureus verursacht, bei Sichelzellkrankheit sind Salmonellen typisch; die MRT ist das sensitivste bildgebende Verfahren, ein positiver Probe-to-Bone-Test stützt die Diagnose beim diabetischen Fußulkus.
  • Antibiotic Stewardship: Behandeln Sie keine asymptomatische Bakteriurie außer in der Schwangerschaft oder vor urologischen Eingriffen; bevorzugen Sie Access-Antibiotika der WHO-AWaRe-Liste, überprüfen und deeskalieren Sie nach 48–72 Stunden und behandeln Sie C. difficile mit Fidaxomicin oder oralem Vancomycin. Für Hadsch und Umra verlangt Saudi-Arabien eine quadrivalente Meningokokken-Impfung (ACWY) mindestens 10 Tage vor der Einreise.
  1. Sepsis, septic shock and antibiotic stewardship – Sepsis kills more hospital patients than most single diseases, and the main lever for survival is early recognition. The Sepsis-3 definition (2016) describes sepsis as life-threatening organ dysfunction caused by a dysregulated host response to infection. Organ dysfunction is operationalised as an acute rise in the SOFA (Sequential Organ Failure Assessment) score of 2 points or more. Septic shock is the subset of sepsis with circulatory and metabolic failure: vasopressors are required to keep the mean arterial pressure at 65 mmHg or more, and serum lactate exceeds 2 mmol/L despite adequate fluid resuscitation.
  2. Central nervous system, skin, soft tissue and bone infections – Bacterial meningitis is an emergency in which every hour of delay worsens outcome. The classic triad is fever, neck stiffness and altered mental status, but fewer than half of patients have all three; nearly all have at least two of headache, fever, neck stiffness and altered consciousness. A non-blanching petechial or purpuric rash suggests Neisseria meningitidis. In adults, the main pathogens are Streptococcus pneumoniae and N. meningitidis; Listeria monocytogenes matters in people over 50, pregnant women, alcohol misusers and the immunocompromised.
  3. HIV, post-exposure prophylaxis and sexually transmitted infections – HIV infection is now a manageable chronic condition when diagnosed early and treated with antiretroviral therapy (ART). Undetectable viral load means the virus is not sexually transmitted (undetectable = untransmittable). The challenge is diagnosis: primary HIV infection often presents 2–4 weeks after exposure as a glandular fever-like illness with fever, sore throat, lymphadenopathy, maculopapular rash and mouth ulcers. This is the stage when viral load and infectivity are highest.
  4. Travel, tropical and Gulf-region infections and vaccination – Gulf countries host millions of migrant workers and travellers, and receive millions of pilgrims each year. A doctor practising there will regularly see imported malaria and typhoid, as well as locally endemic infections such as brucellosis and MERS-CoV. The approach always starts with the exposure history: where the patient travelled or came from, when, what they ate and drank, which animals they touched, and whether they took prophylaxis or had vaccines.
8. Neurologie · 3 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Akuter ischämischer Schlaganfall (AHA/ASA 2026): Blutzucker prüfen und natives CT durchführen; bei behinderndem Defizit innerhalb von 4,5 Stunden i.v.-Thrombolyse (Tenecteplase 0,25 mg/kg oder Alteplase 0,9 mg/kg), sobald der Blutdruck unter 185/110 mmHg liegt, danach 24 Stunden unter 180/105 mmHg halten. Eine Lyse nach 4,5–9 Stunden oder beim Wake-up-Stroke setzt bildgebend rettbares Gewebe voraus; die Thrombektomie bei Verschluss großer Gefäße des vorderen Kreislaufs ist mit bildgestützter Auswahl bis 24 Stunden möglich.
  • TIA: NICE rät davon ab, Risiko oder Dringlichkeit mit dem ABCD2-Score zu bestimmen, da er Hochrisikoursachen wie Vorhofflimmern, Karotisstenose und Crescendo-TIAs übersieht. Geben Sie sofort Aspirin 300 mg (außer unter Antikoagulation oder bei Blutungsneigung) und veranlassen Sie eine fachärztliche Beurteilung innerhalb von 24 Stunden. Nach leichtem Schlaganfall oder Hochrisiko-TIA senkt Aspirin plus Clopidogrel für 21 Tage, danach eine Monotherapie, frühe Rezidive; eine symptomatische Karotisstenose von 50–99 % erfordert eine Endarteriektomie, möglichst innerhalb von 2 Wochen.
  • Warnzeichen bei Kopfschmerz: Donnerschlagbeginn, neuer Kopfschmerz nach dem 50. Lebensjahr, Fieber mit Meningismus, Stauungspapille, fokale Zeichen, Zunahme im Liegen oder beim Pressen, Immunsuppression oder Krebs sowie Kauclaudicatio. Der Donnerschlagkopfschmerz erfordert ein CT; ist es innerhalb von 6 Stunden nach Beginn unauffällig, ist eine Lumbalpunktion meist nicht nötig, nach mehr als 6 Stunden folgt sie frühestens 12 Stunden nach Beginn zum Nachweis einer Xanthochromie. Bei Verdacht auf Riesenzellarteriitis geben Sie noch am selben Tag Prednisolon.
  • Migräne: Behandeln Sie Attacken mit einem Triptan plus NSAR oder Paracetamol und vermeiden Sie Opioide; bieten Sie bei häufigen oder behindernden Attacken eine Prophylaxe an (Propranolol, Amitriptylin oder Topiramat). Topiramat ist teratogen und schwächt hormonelle Kontrazeptiva, kombinierte hormonelle Kontrazeption ist bei Migräne mit Aura kontraindiziert, und einfache Analgetika an 15 oder mehr Tagen pro Monat (Triptane oder Opioide an 10 oder mehr) verursachen einen Kopfschmerz bei Medikamentenübergebrauch. Clusterattacken sprechen auf 100 % Sauerstoff und subkutane oder nasale Triptane an; zur Prophylaxe dient Verapamil.
  • Konvulsiver Status epilepticus: Nach 5 Minuten ein Benzodiazepin (Lorazepam i.v. oder Midazolam bukkal bzw. i.m.) und einmal wiederholen; bei Fortbestehen Levetiracetam, Fosphenytoin oder Valproat i.v., beim refraktären Status Allgemeinanästhesie. Prüfen Sie immer den Blutzucker. Bei Frauen und Mädchen, die schwanger werden können, bevorzugen Sie Lamotrigin oder Levetiracetam gegenüber dem stark teratogenen Valproat.
  • Die Parkinson-Krankheit ist eine klinische Diagnose (Bradykinese mit Ruhetremor oder Rigor). Levodopa ist Mittel der ersten Wahl, wenn motorische Symptome die Lebensqualität beeinträchtigen, und Dopaminagonisten können Impulskontrollstörungen auslösen. Im Krankenhaus geben Sie Parkinson-Medikamente pünktlich, setzen sie nie abrupt ab und vermeiden Dopaminantagonisten wie Metoclopramid, Haloperidol und Prochlorperazin; Antiemetikum der Wahl ist Domperidon.
  • Neuroimmunologie: Für eine MS sprechen MRT-Läsionen mit räumlicher und zeitlicher Dissemination sowie liquorspezifische oligoklonale Banden; Schübe werden mit hoch dosiertem Methylprednisolon behandelt. Das Guillain-Barré-Syndrom (aufsteigende Paresen, Areflexie, erhöhtes Liquoreiweiß bei normaler Zellzahl) erfordert serielle FVC-Messungen und IVIG oder Plasmapherese, keine Steroide. Die Myasthenia gravis (belastungsabhängige Ptosis und Doppelbilder, AChR-Antikörper) erfordert ein Thorax-CT zum Thymomausschluss und verschlechtert sich unter Aminoglykosiden, Fluorchinolonen, Makroliden, Magnesium und Betablockern.
  • Demenz: Suchen Sie nach reversiblen Faktoren (B12, Folsäure, TSH, Calcium, Glukose, Nieren- und Leberwerte, Blutbild, Medikamentenüberprüfung, Depression). Bieten Sie bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz Donepezil, Rivastigmin oder Galantamin an, bei schwerer Demenz Memantin. Bei Lewy-Körper-Demenz (fluktuierende Kognition, visuelle Halluzinationen, Parkinsonismus, REM-Schlaf-Verhaltensstörung) setzen Sie Donepezil oder Rivastigmin ein und vermeiden Antipsychotika wegen schwerer Neuroleptika-Überempfindlichkeit.
  • Schmerzhafte diabetische Neuropathie: Bieten Sie Amitriptylin, Duloxetin, Pregabalin oder Gabapentin an. Eine Fußheberschwäche mit schwacher Eversion, aber erhaltener Inversion und erhaltenem Achillessehnenreflex spricht für eine Peroneusläsion am Fibulaköpfchen statt einer L5-Wurzelläsion. Rückenschmerzen mit Beinschwäche oder sensiblem Niveau bei einer Krebserkrankung sprechen für eine metastatische Rückenmarkskompression (Dexamethason 16 mg und MRT der gesamten Wirbelsäule innerhalb von 24 Stunden); eine Reithosenanästhesie mit Blasen- oder Darmstörung spricht für ein Cauda-equina-Syndrom und erfordert ein Notfall-MRT.
  • Erhöhter Hirndruck: morgens und im Liegen zunehmender Kopfschmerz, Erbrechen, Stauungspapille und sinkender GCS; Hypertonie, Bradykardie und unregelmäßige Atmung (Cushing-Trias) zeigen eine drohende Einklemmung an. Lagern Sie den Oberkörper 30° hoch, geben Sie eine Osmotherapie (Mannitol oder hypertone Kochsalzlösung), veranlassen Sie eine dringliche neurochirurgische Beurteilung und vermeiden Sie eine Lumbalpunktion, solange eine Raumforderung möglich ist. Die idiopathische intrakranielle Hypertension (typischerweise adipöse Frauen, unauffälliges MRT und MR-Venografie, Öffnungsdruck über 25 cmH₂O) gefährdet das Sehvermögen und wird mit Gewichtsreduktion und Acetazolamid behandelt.
  1. Stroke and transient ischaemic attack – Stroke is a sudden focal neurological deficit of vascular origin. About 85 percent of strokes are ischaemic (arterial occlusion by thrombus or embolus) and about 15 percent are haemorrhagic (intracerebral or subarachnoid bleeding). Clinically the two cannot be separated reliably, so imaging is mandatory before any antithrombotic treatment. The key principle is 'time is brain': about 1.9 million neurons are lost every minute of an untreated large-vessel occlusion.
  2. Headache, subarachnoid haemorrhage and raised intracranial pressure – Most headaches are primary: migraine, tension-type and cluster headache. The doctor's job is to spot the few secondary headaches that are dangerous, such as subarachnoid haemorrhage, meningitis, giant cell arteritis, raised intracranial pressure and venous sinus thrombosis. A careful history with attention to red flags does most of the work.
  3. Epilepsy, status epilepticus, Parkinson's disease and dementia – A seizure is a transient event caused by abnormal, excessive synchronous neuronal activity. Epilepsy is an enduring tendency to unprovoked seizures: two unprovoked seizures more than 24 hours apart, or one with a high recurrence risk (for example an epileptiform EEG or a structural lesion). After a first seizure, take a careful eyewitness history, check glucose, electrolytes, calcium and ECG (to exclude cardiac syncope), and arrange specialist review, EEG and MRI. Syncope is brief, with rapid recovery and little confusion; seizures cause post-ictal confusion, lateral tongue biting and sometimes incontinence.
  4. Neuroimmunology, neuromuscular disease, peripheral nerves and spinal emergencies – Localisation is the first step in neurology. Ask whether the lesion is in the brain, spinal cord, nerve root, peripheral nerve, neuromuscular junction or muscle. Upper motor neurone (UMN) lesions cause spasticity, hyperreflexia, extensor plantar responses and weakness in a 'pyramidal' pattern (arm extensors and leg flexors). Lower motor neurone (LMN) lesions cause wasting, fasciculation, hypotonia and reduced or absent reflexes. Neuromuscular junction disorders cause fatigable weakness without sensory loss, and myopathies cause proximal weakness with preserved reflexes.
9. Psychiatrie · 1 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Das Serotoninsyndrom beginnt innerhalb von Stunden nach Zugabe eines serotonergen Arzneimittels mit Klonus, Hyperreflexie, Mydriasis und Diarrhö; das maligne neuroleptische Syndrom entwickelt sich über Tage nach einem Dopaminantagonisten mit Rigor, abgeschwächten Reflexen und stark erhöhter CK. Setzen Sie in beiden Fällen die auslösenden Substanzen ab; beim Serotoninsyndrom helfen Benzodiazepine und Cyproheptadin, beim schweren MNS werden Dantrolen oder Bromocriptin eingesetzt.
  • Lithium hat eine geringe therapeutische Breite: Zielspiegel bei Neueinstellung 0,6–0,8 mmol/l (12 Stunden nach der Einnahme), im ersten Jahr Spiegelkontrollen alle 3 Monate, Nierenfunktion, Schilddrüsenwerte und Calcium alle 6 Monate. Dehydratation, Thiazide, ACE-Hemmer, Sartane und NSAR lösen Intoxikationen aus; Langzeitfolgen sind Hypothyreose, Hyperparathyreoidismus und renaler Diabetes insipidus.
  • Eine Manie unter Antidepressiva-Monotherapie spricht für eine bipolare Störung: Setzen Sie das Antidepressivum ab und beginnen Sie ein Antipsychotikum (Haloperidol, Olanzapin, Quetiapin oder Risperidon). Lithium ist der Phasenprophylaktiker der ersten Wahl; Valproat dürfen Sie bei Frauen und Mädchen im gebärfähigen Alter nicht neu ansetzen.
  • Extrapyramidale Nebenwirkungen folgen einem Zeitmuster: akute Dystonie nach Stunden bis Tagen (parenterales Anticholinergikum, z. B. Biperiden), Akathisie nach Tagen bis Wochen (Dosisreduktion, Propranolol), Parkinsonoid nach Wochen und Spätdyskinesien nach Monaten bis Jahren (Indikation prüfen, Umstellung, VMAT2-Hemmer). Olanzapin und Clozapin haben das höchste metabolische Risiko; kontrollieren Sie Gewicht, HbA1c oder Nüchternglukose und Lipide vor Beginn, nach 12 Wochen und jährlich.
  • Clozapin ist der therapieresistenten Schizophrenie vorbehalten, also nach fehlendem Ansprechen auf zwei Antipsychotika, davon mindestens eines der zweiten Generation. Es erfordert regelmäßige Blutbildkontrollen wegen Neutropenie und Agranulozytose; achten Sie außerdem auf Myokarditis in den ersten 2 Monaten, schwere Obstipation, Hypersalivation und Krampfanfälle. Tabakrauch induziert CYP1A2, ein Rauchstopp kann den Clozapinspiegel daher um etwa die Hälfte erhöhen.
  • Bei Angst- und verwandten Störungen steht Psychotherapie an erster Stelle: KVT bei generalisierter Angststörung und Panikstörung (bei Wunsch nach Medikation ein SSRI wie Sertralin), KVT mit Exposition und Reaktionsverhinderung bei Zwangsstörung sowie traumafokussierte KVT oder EMDR bei PTBS. Benzodiazepine sind nur kurzfristig in Krisen vertretbar und werden zur Prävention oder Behandlung der PTBS nicht eingesetzt.
  • Alkoholentzug: Tremor und Schwitzen nach 6–12 Stunden, Krampfanfälle nach 12–48 Stunden und Delirium tremens nach 48–72 Stunden nach dem letzten Konsum. Behandeln Sie mit einem Benzodiazepin und geben Sie bei Risiko für eine Wernicke-Enzephalopathie (Verwirrtheit, Ataxie, Augenbewegungsstörungen) Thiamin parenteral vor jeder Glukosegabe.
  • Eine Opioidintoxikation verursacht Miosis, Somnolenz und Atemdepression: Geben Sie Naloxon und überwachen Sie weiter, da seine Wirkdauer kürzer ist als die der meisten Opioide. Der Opioidentzug zeigt Mydriasis, Gähnen, Tränenfluss, Rhinorrhö, Piloerektion, Krämpfe und Diarrhö; er ist belastend, aber selten gefährlich und wird mit Methadon oder Buprenorphin behandelt.
  • Ein Delir beginnt akut, verläuft fluktuierend und ist durch eine Aufmerksamkeitsstörung gekennzeichnet; eine Demenz entwickelt sich schleichend bei anfangs erhaltener Aufmerksamkeit. Einwilligungsfähigkeit ist entscheidungsbezogen: Die Person muss die Informationen verstehen, behalten, abwägen und eine Entscheidung mitteilen können; weder eine psychiatrische Diagnose noch eine unvernünftig erscheinende Entscheidung bedeutet für sich allein Einwilligungsunfähigkeit.
  • Eine frühere Selbstverletzung ist der stärkste einzelne Prädiktor eines Suizids. Jede Person, die sich nach Selbstverletzung vorstellt, braucht eine psychosoziale Beurteilung durch eine Fachkraft für psychische Gesundheit; Risikoskalen oder Einstufungen in niedrig, mittel oder hoch dürfen nicht darüber entscheiden, wer eine Behandlung erhält.
  1. Depression and bipolar disorder: recognition, antidepressants and lithium – Depression is the commonest psychiatric problem a general doctor will meet. A depressive episode means low mood or loss of interest and pleasure (anhedonia) for most of the day, nearly every day, for at least two weeks, together with other symptoms: poor sleep or oversleeping, change in appetite or weight, fatigue, poor concentration, feelings of worthlessness or guilt, psychomotor slowing or agitation, and thoughts of death or suicide. ICD-11 and DSM-5-TR use very similar lists. Severity depends on the number of symptoms, how much they disturb daily life, and whether psychotic features are present.
  2. Psychosis and antipsychotics: choosing, monitoring and their emergencies – Psychosis means loss of contact with reality, shown by hallucinations (perceptions without a stimulus, most often voices), delusions (fixed false beliefs not explained by culture) and disorganised thinking. Schizophrenia is diagnosed when such symptoms persist for at least one month (ICD-11) with a decline in functioning; negative symptoms such as poverty of speech, apathy and social withdrawal often dominate long term. Always exclude organic causes first: drugs (cannabis, amphetamines, steroids), delirium, epilepsy, brain lesions and endocrine disease.
  3. Anxiety, OCD, PTSD and eating disorders – Anxiety disorders share excessive fear or worry that is out of proportion and impairs life. In almost all of them psychological therapy comes first, with an SSRI when the person prefers medication or therapy is not enough. Benzodiazepines are not used for long-term treatment because of dependence; at most they are a short bridge in a crisis.
  4. Alcohol and opioids: intoxication, withdrawal and complications – Substance problems are common in every clinical setting, including surgical and orthopaedic wards. Always take an alcohol history using standard units or grams, and use the AUDIT-C as a quick screen. Dependence means a strong drive to use, loss of control, tolerance, withdrawal, neglect of other interests and continued use despite harm.
  5. Delirium, capacity and self-harm: safety in everyday practice – Delirium is an acute brain failure caused by physical illness, drugs or withdrawal. It develops over hours to days, fluctuates through the day and is marked by inattention (the patient cannot focus or follow a conversation) with disorganised thinking or altered alertness. Dementia, by contrast, develops over months to years with attention preserved until late. Delirium is often superimposed on dementia, and every sudden change in a person with dementia is delirium until proven otherwise.
10. Pädiatrie · 19 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Wichtige grobmotorische Meilensteine: Kopfkontrolle mit etwa 4 Monaten, freies Sitzen mit 6–8 Monaten (Warnzeichen: kein freies Sitzen mit 9 Monaten) und freies Gehen mit etwa 12 Monaten (Warnzeichen: kein freies Gehen mit 18 Monaten, bei Jungen dann CK bestimmen). Eine deutliche Händigkeit vor 12–18 Monaten ist pathologisch und weist auf eine Schwäche der Gegenseite hin.
  • Ein Neugeborenenikterus in den ersten 24 Lebensstunden ist pathologisch (Hämolyse, Sepsis) und erfordert eine Serumbilirubinbestimmung innerhalb von 2 Stunden. Ein Ikterus über 14 Tage beim Reifgeborenen (21 Tage beim Frühgeborenen) erfordert die Bestimmung des direkten Bilirubins; ein direktes Bilirubin über 25 µmol/l mit hellen Stühlen spricht für eine Gallengangsatresie und muss dringend überwiesen werden. Der G6PD-Mangel ist in der Golfregion eine häufige Ursache schwerer Neugeborenengelbsucht.
  • Fieber ab 38 °C bei Säuglingen unter 3 Monaten ist ein Hochrisikomerkmal. Säuglinge unter 1 Monat brauchen eine vollständige Sepsisdiagnostik einschließlich Lumbalpunktion und Cefotaxim i. v. plus Amoxicillin (gegen Listerien), unabhängig vom klinischen Eindruck. Antipyretika verbessern das Befinden, verhindern aber keine Fieberkrämpfe.
  • Krupp: für alle Schweregrade eine Einzeldosis Dexamethason 0,15 mg/kg, bei schwerer Atemnot zusätzlich vernebeltes Adrenalin. Epiglottitis: Rachen nicht inspizieren, Kind beruhigen und erfahrene Anästhesie sowie HNO hinzuziehen. Bronchiolitis: supportive Therapie, Sauerstoff bei SpO2 anhaltend unter 90 % (unter 92 % bei Säuglingen unter 6 Wochen oder Vorerkrankung); kein Salbutamol, keine Steroide, keine Antibiotika.
  • Akuter Asthmaanfall bei Kindern über 5 Jahren: schwer bedeutet SpO2 unter 92 %, PEF 33–50 %, keine ganzen Sätze, Herzfrequenz über 125/min oder Atemfrequenz über 30/min. Lebensbedrohlich bedeutet SpO2 unter 92 % plus stille Lunge, Zyanose, schwache Atemanstrengung, Erschöpfung, Verwirrtheit oder PEF unter 33 %. Behandeln Sie mit Sauerstoff, Salbutamol (bei schwerem Anfall plus Ipratropium), oralem Prednisolon und erwägen Sie Magnesiumsulfat i. v.
  • Pylorusstenose (2.–8. Lebenswoche, schwallartiges nicht galliges Erbrechen, hypochlorämische hypokaliämische metabolische Alkalose): erst Flüssigkeit und Elektrolyte ausgleichen, dann Pyloromyotomie. Invagination (6–18 Monate, kolikartige Schmerzen, himbeergeleeartiger Stuhl, walzenförmige Resistenz): sonographisch sichern und pneumatisch desinvaginieren. Galliges Erbrechen beim Neugeborenen ist bis zum Beweis des Gegenteils eine Malrotation mit Volvulus.
  • Kawasaki-Syndrom: Fieber über mindestens 5 Tage plus 4 von 5 Hauptkriterien (Konjunktivitis, Schleimhautveränderungen, Exanthem, Veränderungen an Händen und Füßen, zervikaler Lymphknoten ab 1,5 cm). Geben Sie IVIG 2 g/kg mit ASS und veranlassen Sie eine Echokardiographie wegen Koronaraneurysmen. Ein zyanotisches Neugeborenes ohne Besserung unter Sauerstoff kann einen duktusabhängigen Herzfehler wie eine Transposition haben und braucht Prostaglandin E1.
  • Denken Sie an körperliche Misshandlung bei jedem Hämatom bei einem noch nicht mobilen Säugling, bei Hämatomen an Ohren, Hals oder Wangen, geformten Verletzungen, dorsalen Rippen- oder metaphysären Frakturen, retinalen Blutungen oder einer Anamnese, die nicht zum Befund passt. Sorgen Sie für die Sicherheit des Kindes, melden Sie dringend nach den örtlichen Kinderschutzverfahren und veranlassen Sie Skelettscreening und Schädelbildgebung.
  • Kinder werden nach Körpergewicht dosiert: Prüfen Sie das Gewicht, berechnen Sie die Dosis in mg/kg und rechnen Sie sie mit der genauen Konzentration des Präparats in ein Volumen um (z. B. Paracetamol 15 mg/kg pro Dosis, höchstens 4 Dosen in 24 Stunden). Frühgeborene werden nach ihrem chronologischen Alter mit vollen Dosen geimpft.
  • Gastroenteritis: orale Rehydratationslösung bei klinischer Dehydratation; i. v. Flüssigkeit bei Schock oder wenn die orale Rehydratation versagt. Blutige Diarrhö mit nachfolgender Blässe, Thrombozytopenie und Oligurie ist ein hämolytisch-urämisches Syndrom durch Shigatoxin-bildende E. coli: Behandeln Sie supportiv und vermeiden Sie Antibiotika und Motilitätshemmer.
  1. Growth and development: milestones, red flags and short stature – Development is assessed in four domains: gross motor, fine motor and vision, speech, language and hearing, and social, emotional and behavioural. Each milestone has a typical age and a later limit age, the red flag, by which almost all healthy children have achieved it. A child who misses a limit age needs a structured assessment, not reassurance. Always correct for prematurity until about 2 years: a baby born at 30 weeks is 10 weeks behind a term baby of the same age.
  2. The newborn: jaundice, vitamin K and prematurity – Jaundice is very common in newborns. Bilirubin comes from the breakdown of haemoglobin. A newborn has a high red cell mass with a short red cell life span, an immature liver enzyme (UDP-glucuronyl transferase) that conjugates bilirubin slowly, and increased reabsorption from the gut. Unconjugated bilirubin is fat-soluble and can cross into the brain, causing acute bilirubin encephalopathy and later kernicterus (deafness, choreoathetoid cerebral palsy, gaze palsy). That is why levels are measured and treated against thresholds.
  3. The febrile child and acute respiratory illness – Most fevers in children are caused by self-limiting viral infections, but a small number hide sepsis, meningitis or pneumonia. The NICE traffic-light system helps identify them. It looks at colour, activity, breathing, circulation and hydration, and other signs, and sorts features into green (low risk), amber (intermediate) and red (high risk).
  4. Vomiting, diarrhoea, abdominal emergencies and the child's heart – Gastroenteritis is usually viral (rotavirus, norovirus). The danger is dehydration. Assess for clinical dehydration (appears unwell, sunken eyes, dry mucous membranes, tachycardia, tachypnoea, reduced skin turgor, reduced urine output) and for shock (pale or mottled, cold extremities, prolonged capillary refill, weak pulses, hypotension, reduced consciousness).
  5. Safeguarding children and safe prescribing by weight – Child maltreatment includes physical, sexual and emotional abuse and neglect. It is common, often hidden, and every clinician has a duty to recognise it and act. You do not need proof to act; you need a reasonable concern. Your role is to make the child safe, record carefully and refer to the safeguarding team and child protection services according to local procedures. In the Gulf states, child protection laws (for example the UAE Federal Law on Child Rights, Wadeema's Law) place a similar duty to report on health professionals.
11. Geburtshilfe & Gynäkologie · 20 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Das Ersttrimester-Screening (11+0 bis 13+6 SSW) kombiniert Nackentransparenz, freies β-hCG und PAPP-A. Bei Trisomie 21 sind NT und β-hCG erhöht und PAPP-A erniedrigt; bei Trisomie 18 und 13 sind beide Hormone erniedrigt. Nach einem auffälligen Ergebnis folgen zellfreier DNA-Test oder invasive Diagnostik (Chorionzottenbiopsie ab 11 SSW, Amniozentese ab 15 SSW).
  • Gestationsdiabetes im einzeitigen 75-g-oGTT in der 24.–28. SSW (IADPSG/WHO 2013): nüchtern ab 5,1 mmol/l (92 mg/dl), nach 1 Stunde ab 10,0 mmol/l (180 mg/dl) oder nach 2 Stunden ab 8,5 mmol/l (153 mg/dl); ein pathologischer Wert genügt. Beginnen Sie mit Ernährungsumstellung, Bewegung und Blutzuckerselbstkontrolle; werden die Zielwerte verfehlt, folgt eine medikamentöse Therapie (NICE zuerst Metformin, ADA bevorzugt Insulin), und nach der Geburt wird die Glukosetoleranz erneut geprüft.
  • Eine Präeklampsie ist eine neu aufgetretene Hypertonie nach der 20. SSW mit Proteinurie (Protein-Kreatinin-Quotient ab 30 mg/mmol) oder anderer mütterlicher Organ- bzw. uteroplazentarer Dysfunktion. Geben Sie ASS 75–150 mg ab der 12. SSW bei einem hohen oder zwei moderaten Risikofaktoren; Labetalol ist Mittel der ersten Wahl mit einem Zielblutdruck von 135/85 mmHg. Magnesiumsulfat (4 g i. v., dann 1 g/h) beugt der Eklampsie vor und behandelt sie; überwachen Sie Reflexe, Atemfrequenz und Urinausscheidung und antagonisieren Sie eine Überdosierung mit Calciumgluconat.
  • Eine Placenta praevia verursacht schmerzlose hellrote Blutungen bei weichem Uterus und hochstehendem oder fehleingestelltem Kopf; führen Sie keine digitale vaginale Untersuchung durch, bevor der Plazentasitz sonographisch geklärt ist. Eine vorzeitige Plazentalösung verursacht schmerzhafte, eventuell verborgene Blutungen, einen harten druckschmerzhaften Uterus, fetale Gefährdung und das Risiko einer Verbrauchskoagulopathie.
  • Eine postpartale Blutung ist ein Blutverlust ab 500 ml nach der Geburt; denken Sie an die 4 T (Tonus, Trauma, Gewebe, Thrombin), wobei die Atonie am häufigsten ist. Setzen Sie Uterusmassage und Oxytocin ein, dann Ergometrin (nicht bei Hypertonie oder Präeklampsie), Carboprost (bei Asthma vermeiden) oder Misoprostol sowie Tranexamsäure 1 g i. v., bevor Sie auf Ballontamponade oder operative Maßnahmen eskalieren.
  • Extrauteringravidität: Methotrexat bei fehlenden relevanten Schmerzen, unrupturierter Raumforderung unter 35 mm ohne Herzaktion, hCG unter 1.500 IE/l, ausgeschlossener intrauteriner Schwangerschaft und gesicherter Nachsorge; Operation bei deutlichen Schmerzen, Raumforderung ab 35 mm, sichtbarer Herzaktion, hCG ab 5.000 IE/l oder Kreislaufinstabilität. Eine Blutung bei geschlossenem Muttermund und intakter Schwangerschaft ist ein drohender Abort.
  • Vorzeitige Wehen: Kortikosteroide in der 24+0 bis 33+6 SSW, Nifedipin zur Tokolyse und Magnesiumsulfat zur fetalen Neuroprotektion vor der 30. SSW (bis 33+6 erwägen). Vorzeitiger Blasensprung vor Termin: orales Erythromycin für bis zu 10 Tage; vermeiden Sie Amoxicillin-Clavulansäure wegen nekrotisierender Enterokolitis.
  • RhD-negative Frauen ohne Anti-D-Antikörper erhalten eine routinemäßige Anti-D-Prophylaxe um die 28. SSW, nach jedem sensibilisierenden Ereignis ab der 20. SSW Anti-D innerhalb von 72 Stunden mit Kleihauer-Test zur Dosisbemessung und postpartal Anti-D, wenn das Kind RhD-positiv ist.
  • UKMEC-Kategorie 4 (nicht anwenden) für kombinierte hormonale Kontrazeptiva umfasst Migräne mit Aura, Alter ab 35 Jahren mit Konsum von 15 oder mehr Zigaretten täglich, Blutdruck ab 160/100 mmHg, frühere venöse Thromboembolie, aktuellen Brustkrebs und Stillen in den ersten 6 Wochen nach der Geburt. Die Kupferspirale ist die wirksamste Notfallkontrazeption und wirkt bis zu 5 Tage nach ungeschütztem Verkehr.
  • Hypermenorrhö ohne strukturelle Ursache: zuerst ein Levonorgestrel-Intrauterinpessar. PCOS (2 von 3 Rotterdam-Kriterien nach Ausschluss anderer Ursachen): Letrozol ist Mittel der ersten Wahl zur Ovulationsinduktion. WHO-Zervixkarzinom-Screening: HPV-DNA-Test ab 30 Jahren alle 5–10 Jahre. Hormonersatztherapie: Frauen mit Uterus brauchen ein Gestagen, und bei erhöhtem Thromboserisiko ist transdermales Estradiol vorzuziehen.
  1. Antenatal care: screening, gestational diabetes and medicines in pregnancy – Antenatal care aims to keep mother and baby healthy, detect problems early and give women the information to make choices. The booking appointment should ideally happen by 10+0 weeks, so that screening for chromosomal conditions and infections can be offered in time. At booking, record history, BMI and blood pressure, test urine for protein, and take blood for blood group and antibodies, full blood count, haemoglobinopathy screening (common in the Gulf), HIV, hepatitis B and syphilis. Many programmes also test rubella immunity and offer screening for asymptomatic bacteriuria.
  2. Hypertension in pregnancy: pre-eclampsia, eclampsia and HELLP – Hypertensive disorders complicate up to one in ten pregnancies and remain a leading cause of maternal death worldwide. Hypertension in pregnancy means blood pressure of 140/90 mmHg or more; severe hypertension is 160/110 mmHg or more. The categories depend on timing and on organ involvement.
  3. Bleeding in pregnancy and rhesus prophylaxis – Bleeding in early pregnancy (before 24 weeks) is common. The main causes are miscarriage, ectopic pregnancy and, less often, molar pregnancy or cervical causes. The first priorities are haemodynamic stability and a pregnancy test; the key investigation is transvaginal ultrasound, supported by serum hCG.
  4. Labour problems: preterm labour, ruptured membranes and postpartum haemorrhage – Preterm birth is birth before 37 weeks. It is the main cause of neonatal death and long-term disability, and the risks rise steeply with lower gestation. When a woman presents with possible preterm labour, the aims are to confirm labour, give the treatments that improve the baby's outcome and arrange birth in a unit with the right level of neonatal care (in-utero transfer is safer than transferring the baby after birth).
  5. Gynaecology essentials: contraception, menstrual problems, PCOS, screening and menopause – Contraceptive advice starts with safety. The UK Medical Eligibility Criteria (UKMEC) grade each method for each condition: 1 no restriction, 2 benefits generally outweigh risks, 3 risks generally outweigh benefits, 4 unacceptable health risk. Combined hormonal contraception (CHC: the pill, patch and ring) contains oestrogen, which raises the risk of venous thromboembolism and stroke.
12. Chirurgie & Trauma · 12 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Die Appendizitis beginnt typischerweise mit periumbilikalen Schmerzen, die in den rechten Unterbauch wandern, begleitet von Appetitlosigkeit und subfebrilen Temperaturen. In der Schwangerschaft ist die Kompressionssonographie die erste Bildgebung, bei unklarem Befund folgt eine MRT ohne Kontrastmittel; die CT bleibt nicht schwangeren Erwachsenen mit unklarer Diagnose vorbehalten.
  • Eine akute steinbedingte Cholezystitis wird bei operationsfähigen Patienten mit Antibiotika und früher laparoskopischer Cholezystektomie im selben stationären Aufenthalt behandelt (Tokyo Guidelines 2018). Fieber, Ikterus und rechtsseitige Oberbauchschmerzen (Charcot-Trias) sprechen für eine Cholangitis; kommen Hypotonie und Verwirrtheit hinzu (Reynolds-Pentade), ist eine dringliche Galleableitung, meist per ERCP, erforderlich.
  • Verwachsungen sind bei voroperierten Erwachsenen die häufigste Ursache eines Dünndarmileus. Ohne Zeichen einer Strangulation, Peritonitis oder Closed-Loop-Situation beginnt man mit Nahrungskarenz, Magensonde, intravenöser Flüssigkeit und wasserlöslichem Kontrastmittel; operiert wird, wenn solche Zeichen auftreten oder die konservative Therapie versagt.
  • ATLS in der 11. Auflage (2025) arbeitet nach xABCDE: Zuerst wird eine lebensbedrohliche äußere Blutung gestillt (direkter Druck, Tourniquet), dann folgen Atemweg, Atmung, Kreislauf, neurologischer Status und Entkleiden. Wer hämodynamisch instabil bleibt und einen positiven FAST-Befund hat, wird direkt laparotomiert und nicht in die CT gebracht.
  • Nach NICE NG232 (2023) benötigen Erwachsene innerhalb einer Stunde eine Schädel-CT bei GCS von 12 oder weniger bei Erstuntersuchung, GCS unter 15 nach zwei Stunden, Verdacht auf offene, Impressions- oder Schädelbasisfraktur, posttraumatischem Krampfanfall, fokalem Defizit oder mehr als einmaligem Erbrechen. Bei Antikoagulation ohne weitere Kriterien ist eine CT innerhalb von acht Stunden zu erwägen.
  • Die Verbrennungsausdehnung wird mit der Neunerregel (oder der Handfläche einschließlich Fingern als etwa 1 %) bestimmt, gezählt werden nur zweit- und drittgradige Areale. Die Parkland-Formel ergibt 4 mL x kg x %KOF Ringer-Laktat in 24 Stunden, die Hälfte in den ersten acht Stunden ab Verbrennungszeitpunkt; ATLS beginnt bei Erwachsenen inzwischen mit 2 mL x kg x %KOF und steuert nach einer Urinausscheidung von 0,5 mL/kg/h.
  • Jeder Knoten in der Brust erfordert die Triple-Diagnostik: klinische Untersuchung, Bildgebung und bildgesteuerte Stanzbiopsie. Unter etwa 30 Jahren ist der Ultraschall die erste Bildgebung, bei älteren Frauen Mammographie plus Ultraschall; die Stanzbiopsie wird der Feinnadelaspiration vorgezogen, weil sie Histologie und Rezeptorstatus liefert.
  • Beim Schilddrüsenknoten wird zuerst der TSH-Wert bestimmt. Ein erniedrigter TSH führt zur Szintigraphie, da hyperfunktionelle (heiße) Knoten selten maligne sind; bei normalem oder erhöhtem TSH folgen die sonographische Risikoeinstufung und bei suspekten Knoten die Feinnadelpunktion (ATA 2015).
  • Bei Verdacht auf ein rupturiertes Bauchaortenaneurysma geht der instabile Patient unter permissiver Hypotonie direkt in den OP; eine CT-Angiographie ist nur bei stabilen Patienten angezeigt. Elektiv versorgt wird bei Männern ab 5,5 cm Durchmesser, bei symptomatischen Aneurysmen oder bei Wachstum von 1 cm oder mehr pro Jahr (ESVS 2024).
  • Vor elektiven Eingriffen dürfen Erwachsene bis zwei Stunden vor der Narkose klare Flüssigkeiten trinken und bis sechs Stunden vorher eine leichte Mahlzeit essen. Warfarin wird vor den meisten Eingriffen fünf Tage vorher abgesetzt; ein Bridging mit Heparin ist sehr hohem Thromboserisiko vorbehalten, etwa einer mechanischen Mitralklappe oder einer venösen Thromboembolie in den letzten drei Monaten, nicht den meisten Patienten mit Vorhofflimmern.
  1. The acute abdomen: appendicitis, perforation and hernias – An acute abdomen is abdominal pain of recent onset, usually less than a week, that may need urgent surgery. Your first job is not to name the disease but to decide how sick the patient is. Check airway, breathing and circulation, look for shock, and ask whether there is peritonitis. Peritonitis means inflammation of the peritoneum, the membrane lining the abdominal cavity. It causes guarding (involuntary tensing of the abdominal wall), rebound tenderness and pain on any movement. A patient with generalised peritonitis lies still; a patient with colic (pain from a contracting hollow tube such as the ureter or bowel) rolls around.
  2. Gallbladder, bile ducts and bowel obstruction – Gallstones are very common and most never cause symptoms. Risk factors are often remembered as female sex, age over 40, obesity and pregnancy or oestrogens, plus rapid weight loss, haemolysis and ileal disease. Problems arise when a stone blocks a duct. The clinical picture depends on where the stone sits and whether infection follows. Understanding this anatomy lets you separate four conditions that examiners love to compare.
  3. Major trauma and head injury – Major trauma kills in predictable ways and in a predictable order. Advanced Trauma Life Support (ATLS) teaches a primary survey that finds and treats the most immediately lethal problems first. The 11th edition (2025) uses the sequence xABCDE. The small x stands for exsanguinating external haemorrhage: massive bleeding that will kill within minutes is controlled before anything else, with direct pressure, wound packing or a tourniquet. Then come Airway with cervical spine protection, Breathing, Circulation, Disability (neurological status) and Exposure with prevention of hypothermia.
  4. Burns, wounds and limb-threatening soft-tissue emergencies – Burns injure skin and, if large, the whole body. A burn above about 20% of total body surface area (TBSA) in adults triggers a systemic inflammatory response with capillary leak, so fluid moves out of the circulation and the patient becomes hypovolaemic within hours. Assessment follows ATLS: stop the burning process, secure the airway, assess breathing, then estimate depth and size to guide fluids.
  5. Elective and vascular surgery: breast, thyroid, aorta, limb ischaemia and perioperative care – Many exam questions on elective surgery test the correct first step in a diagnostic pathway. The common thread is to collect enough information to make a tissue diagnosis safely, without unnecessary radiation or invasive tests.
13. Notfallmedizin · 8 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Hochwertige Reanimation bedeutet Thoraxkompressionen mit 100-120/min und 5-6 cm Tiefe, vollständige Entlastung, minimale Unterbrechungen und ein Verhältnis von 30:2 bis zur Atemwegssicherung. Die Kapnographie bestätigt die Tubuslage, überwacht die Qualität der Kompressionen und kann die Rückkehr eines Spontankreislaufs anzeigen.
  • Bei nicht defibrillierbaren Rhythmen (Asystolie, PEA) wird Adrenalin 1 mg i.v. oder i.o. so früh wie möglich und danach alle 3-5 Minuten gegeben. Bei Kammerflimmern oder pulsloser VT folgen Amiodaron 300 mg nach drei Schocks und 150 mg nach fünf; die reversiblen Ursachen (4 H und HITS) sind stets zu suchen.
  • Intramuskuläres Adrenalin in den anterolateralen Oberschenkel ist die erste und wichtigste Maßnahme bei Anaphylaxie (Erwachsene 0,5 mg einer 1-mg/mL-Lösung), bei Bedarf nach fünf Minuten wiederholt. Antihistaminika und Glukokortikoide sind keine Erstlinientherapie; bestehen Atem- oder Kreislaufprobleme nach zwei i.m.-Gaben fort, liegt eine refraktäre Anaphylaxie vor, die eine niedrig dosierte Adrenalin-Infusion erfordert.
  • Schock wird in hypovolämischen, distributiven (septischen, anaphylaktischen, neurogenen), kardiogenen und obstruktiven Schock (Spannungspneumothorax, Perikardtamponade, massive Lungenembolie) eingeteilt. Nur der neurogene Schock geht mit Bradykardie und warmer Peripherie einher; gestaute Halsvenen weisen auf einen obstruktiven Schock hin.
  • Bei Vergiftungen werden zuerst ABC stabilisiert und der Blutzucker geprüft, dann das Toxidrom bestimmt. Aktivkohle (50 g bei Erwachsenen) kommt innerhalb einer Stunde nach Einnahme einer relevanten Menge eines adsorbierbaren Stoffes infrage, wenn der Atemweg geschützt ist; spezifische Antidote sind unter anderem Acetylcystein, Naloxon, Atropin mit Pralidoxim und Natriumbicarbonat.
  • Ein Hitzschlag liegt bei einer Körperkerntemperatur über 40 °C mit Funktionsstörung des zentralen Nervensystems vor; besonders gefährdet sind Arbeiter im Freien, Sportler und Pilger im Golfsommer. Erst kühlen, dann transportieren: Das Eintauchen in kaltes Wasser ist die wirksamste Methode, Antipyretika wie Paracetamol helfen nicht.
  • Am Golf verursachen Vipern wie Echis und Cerastes lokale Schwellungen und eine giftinduzierte Verbrauchskoagulopathie; der 20-Minuten-Vollblutgerinnungstest steuert die Antivenin-Gabe. Skorpione wie Leiurus und Androctonus lösen einen autonomen Sturm aus, Todesursache sind vor allem Myokarddysfunktion und Lungenödem, besonders bei Kindern.
  • Die Behandlung der DKA beginnt mit isotonischer Flüssigkeit; liegt das Kalium unter 3,5 mmol/L, wird es zuerst ersetzt und Insulin aufgeschoben. Dann folgt eine Insulininfusion mit fester Rate von 0,1 E/kg/h, Glukose wird ergänzt, sobald der Blutzucker unter etwa 13,9 mmol/L (250 mg/dL) fällt, bis die Ketone unter 0,6 mmol/L liegen und der pH-Wert mindestens 7,3 beträgt.
  • Die Hyperkaliämie wird in drei Schritten behandelt: Herz schützen (Kalzium i.v. bei EKG-Veränderungen), Kalium nach intrazellulär verschieben (Insulin mit Glukose, vernebeltes Salbutamol) und Kalium entfernen (Kaliumbinder, Dialyse). Kalzium wirkt innerhalb von Minuten, senkt den Kaliumspiegel aber nicht.
  • Lebensbedrohliches Asthma zeigt sich durch PEF unter 33 %, SpO2 unter 92 %, stille Lunge, Erschöpfung oder einen normalen bzw. steigenden PaCO2. Nach Sauerstoff, vernebeltem Salbutamol mit Ipratropium und systemischen Glukokortikoiden folgt Magnesiumsulfat 2 g i.v. über 20 Minuten, die Intensivstation wird früh einbezogen.
  1. Cardiac arrest: basic and advanced life support – Cardiac arrest means the heart has stopped pumping blood effectively. The patient is unresponsive and not breathing normally. Gasping, also called agonal breathing, is common in the first minutes and must not be mistaken for normal breathing. Every minute without circulation reduces the chance of survival, so the guidelines focus on doing a few simple things very well: recognise the arrest early, start chest compressions at once, defibrillate shockable rhythms quickly and treat the cause.
  2. Shock and anaphylaxis – Shock is acute circulatory failure in which oxygen delivery to the tissues is not enough for their needs. Blood pressure is often low, but shock can exist with a normal blood pressure, especially in young people who compensate with tachycardia and vasoconstriction. The clinical signs come from poor perfusion: cold or mottled skin, capillary refill over 3 seconds, confusion, low urine output (below 0.5 mL/kg/h) and a raised lactate (above 2 mmol/L).
  3. Poisoning and toxidromes – Poisoning is a common reason for emergency visits, both accidental (children, occupational exposure) and intentional (self-harm). The approach is systematic: stabilise, identify, decontaminate if useful, give antidotes, enhance elimination where it helps, and assess the risk of further self-harm.
  4. Environmental emergencies: heat, drowning, snakes and scorpions – Gulf licensing exams often test conditions that are common in the region: heat illness during summer work, sport or pilgrimage, drowning in pools and the sea, and envenomation by local snakes and scorpions. These conditions share a theme: early, simple measures in the first minutes decide the outcome.
  5. Metabolic and respiratory emergencies: DKA, hyperkalaemia and acute asthma – Three emergencies appear in nearly every licensing exam because they are common, rapidly fatal and very treatable when the steps are done in the right order: diabetic ketoacidosis, severe hyperkalaemia and acute severe asthma. In each, the order of treatment follows the physiology.
14. Bewegungsapparat & Rheumatologie · 2 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Die rheumatoide Arthritis verursacht eine symmetrische Synovitis der kleinen Gelenke mit Morgensteifigkeit über 30–60 Minuten. Anti-CCP ist der spezifischste Test und sagt Erosionen voraus. Beginnen Sie innerhalb von 3 Monaten nach Beginn persistierender Beschwerden eine konventionelle DMARD-Therapie, meist Methotrexat einmal wöchentlich mit Folsäure, mit kurzfristiger Glukokortikoid-Überbrückung, und behandeln Sie zielgerichtet (treat to target); vor Biologika auf Tuberkulose und Hepatitis screenen.
  • Eine Arthrose kann bei Menschen ab 45 Jahren mit belastungsabhängigen Gelenkschmerzen und Morgensteifigkeit von höchstens 30 Minuten klinisch, ohne Bildgebung, diagnostiziert werden. Basistherapie sind gezielte Bewegungstherapie und Gewichtsreduktion; bei Gonarthrose ergänzen Sie topische NSAR, danach orale NSAR mit Magenschutz. Glucosamin, starke Opioide und routinemäßige arthroskopische Lavage werden nicht empfohlen.
  • Gicht: nadelförmige, negativ doppelbrechende Uratkristalle. Behandeln Sie Anfälle mit NSAR, Colchicin oder kurzzeitig Glukokortikoiden; zur Langzeittherapie titrieren Sie Allopurinol oder Febuxostat auf eine Harnsäure unter 360 µmol/l (6 mg/dl), bei Tophi unter 300 µmol/l (5 mg/dl), mit Colchicin-Schutz, und setzen Sie die harnsäuresenkende Therapie während eines Anfalls nicht ab. Pseudogicht: rhomboide, positiv doppelbrechende Calciumpyrophosphatkristalle mit Chondrokalzinose; suchen Sie bei jüngeren Patienten nach Hämochromatose, Hyperparathyreoidismus und Hypomagnesiämie.
  • Ein heißes geschwollenes Gelenk ist bis zum Beweis des Gegenteils septisch: Punktieren Sie vor der Antibiotikagabe und beginnen Sie dann ohne Abwarten der Ergebnisse eine i. v. Antibiose. Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus; denken Sie bei jungen sexuell aktiven Erwachsenen mit Tenosynovitis, Pusteln und wandernden Arthralgien an Gonokokken. Bei Kindern helfen die Kocher-Kriterien (keine Belastung, Fieber über 38,5 °C, BSG über 40 mm/h, Leukozyten über 12 × 10⁹/l), eine septische Koxitis von einer Coxitis fugax zu unterscheiden.
  • ANA sind ein sensitiver Suchtest für den SLE; Anti-dsDNA und Anti-Sm sind spezifisch, und Anti-dsDNA mit erniedrigtem C3 und C4 spiegelt Aktivität und Nephritis wider. Anti-Histon spricht für einen medikamenteninduzierten Lupus, Anti-Ro für neonatalen Lupus und kongenitalen Herzblock, Anti-Zentromer für die limitierte kutane und Anti-Scl-70 für die diffuse systemische Sklerose und Anti-Jo-1 für das Antisynthetase-Syndrom. Alle Patientinnen und Patienten mit SLE sollten Hydroxychloroquin erhalten, sofern keine Kontraindikation besteht.
  • Die axiale Spondyloarthritis zeigt sich mit entzündlichem Rückenschmerz vor dem 45. Lebensjahr (schleichender Beginn, nächtliche Schmerzen, Morgensteifigkeit, Besserung durch Bewegung, nicht durch Ruhe), oft mit Uveitis, Enthesitis und HLA-B27. Die MRT der Iliosakralgelenke zeigt eine Sakroiliitis Jahre vor Röntgenveränderungen. Behandeln Sie zuerst mit NSAR und Bewegungstherapie, bei anhaltender Aktivität mit TNF- oder IL-17-Hemmern.
  • Polymyalgia rheumatica: über 50 Jahre, beidseitige Schmerzen und Steifigkeit von Schulter- und Beckengürtel, erhöhte BSG oder CRP und rasches Ansprechen auf Prednisolon 12,5–25 mg täglich. Riesenzellarteriitis: neuer Kopfschmerz, Kopfhautempfindlichkeit, Claudicatio masticatoria oder Sehstörungen; beginnen Sie sofort Prednisolon 40–60 mg (bei Sehstörung Methylprednisolon i. v.) und veranlassen Sie zeitnah Sonographie oder Biopsie der Temporalarterie.
  • Warnzeichen bei Rückenschmerz: Cauda-equina-Syndrom (Reithosenanästhesie, Blasen- oder Mastdarmstörung, beidseitige Ischialgie: Notfall-MRT), Malignom (Tumoranamnese, Gewichtsverlust, nächtliche oder thorakale Schmerzen), Infektion (Fieber, i. v. Drogenkonsum, Immunsuppression) und Fraktur (Osteoporose, Steroide, Trauma). Unspezifischer Rückenschmerz braucht keine Bildgebung; setzen Sie NSAR und Bewegung ein, nicht Paracetamol allein.
  • Ottawa-Sprunggelenksregeln: Röntgen bei Schmerzen im Knöchelbereich mit Druckschmerz an der Hinterkante oder Spitze eines Malleolus oder bei Unfähigkeit, vier Schritte zu belasten. Druckschmerz in der Tabatière bei unauffälligem Röntgenbild: ruhigstellen und MRT veranlassen, da übersehene Skaphoidfrakturen zur avaskulären Nekrose führen. Schmerz bei passiver Dehnung nach einer Fraktur ist bis zum Beweis des Gegenteils ein Kompartmentsyndrom und erfordert eine dringliche Fasziotomie.
  • Osteoporose liegt bei einem T-Score von −2,5 oder niedriger vor. Orale Bisphosphonate sind Mittel der ersten Wahl (Alendronat wöchentlich, nüchtern, mit Leitungswasser, 30 Minuten aufrecht bleiben); Denosumab darf nicht ohne Anschlusstherapie abgesetzt werden. Vitamin-D-Mangel ist in der Golfregion sehr häufig (verhüllende Kleidung, Aufenthalt in Innenräumen, dunklere Haut); die Osteomalazie zeigt niedriges Phosphat, hohe AP und hohes PTH, und ein Mangel muss vor Zoledronsäure oder Denosumab ausgeglichen werden.
  1. Joint pain basics: rheumatoid arthritis versus osteoarthritis – The first question with any joint complaint is whether it is inflammatory or mechanical. Inflammatory pain is worse after rest, with morning stiffness lasting more than 30 to 60 minutes, soft-tissue swelling, warmth and often systemic features such as fatigue and raised CRP. Mechanical pain is worse with use, eases with rest, and morning stiffness is short. The second question is the pattern: how many joints (one is monoarthritis, two to four oligoarthritis, five or more polyarthritis), which joints, and whether the pattern is symmetrical.
  2. The hot swollen joint: septic arthritis and crystal arthritis – An acutely hot, swollen, painful joint is septic arthritis until proven otherwise. Bacteria can destroy cartilage within days and cause sepsis, with a mortality of around 10 % in adults. The key step is joint aspiration before antibiotics: send synovial fluid for Gram stain, culture, white cell count and crystal microscopy, and take blood cultures. Then start empirical IV antibiotics immediately without waiting for results. Finding crystals does not exclude infection; both can coexist.
  3. Systemic autoimmune disease and spondyloarthritis – Systemic lupus erythematosus (SLE) is a multisystem autoimmune disease mainly affecting women of childbearing age, more common and often more severe in women of African, Asian and Middle Eastern origin. Immune complexes deposit in tissues and activate complement. Common features are fatigue, fever, arthralgia or non-erosive arthritis, a malar (butterfly) rash sparing the nasolabial folds, photosensitivity, mouth ulcers, alopecia, serositis, cytopenias, nephritis, and neuropsychiatric problems.
  4. Polymyalgia, giant cell arteritis and back pain red flags – Polymyalgia rheumatica (PMR) and giant cell arteritis (GCA) are related inflammatory conditions of people over 50, and they often coexist. PMR causes bilateral pain and stiffness of the shoulder and hip girdles, worst in the morning (often more than 45 minutes), with difficulty getting out of bed or raising the arms. Muscle strength is normal and creatine kinase is normal, which distinguishes it from myositis. ESR or CRP is usually raised.
  5. Fractures, compartment syndrome and bone health – Not every injured ankle needs an X-ray. The Ottawa ankle rules reduce unnecessary imaging with near-perfect sensitivity. An ankle X-ray is needed if there is pain in the malleolar zone and either bone tenderness at the posterior edge or tip of the lateral or medial malleolus (the distal 6 cm), or inability to bear weight for four steps both immediately and in the department. A foot X-ray is needed for midfoot pain with tenderness at the base of the fifth metatarsal or the navicular, or inability to bear weight.
15. Augen & HNO · 1 % Anteil in der Prüfung · 4 lessons+
  • Ein rotes Auge mit Visusminderung, mäßigen bis starken Schmerzen, Lichtscheu, ziliarer Injektion, auffälliger Pupille, Hornhauttrübung, Kontaktlinsengebrauch, Verätzung oder bei Neugeborenen muss noch am selben Tag augenärztlich gesehen werden. Schmerzlose Rötung mit normalem Visus und klebrigem oder wässrigem Sekret ist meist eine Konjunktivitis.
  • Das akute Winkelblockglaukom zeigt ein schmerzhaftes rotes Auge, Halos, Kopfschmerzen, Erbrechen, eine trübe Hornhaut und eine lichtstarre, mittelweite Pupille. Der Druck wird sofort mit Acetazolamid i.v. und drucksenkenden Augentropfen gesenkt, Mydriatika sind zu vermeiden, die Überweisung erfolgt sofort; definitive Therapie ist die Laseriridotomie an beiden Augen.
  • Plötzlicher schmerzloser Sehverlust: Ein Zentralarterienverschluss (blasse Netzhaut, kirschroter Fleck, RAPD) ist ein Netzhautinfarkt und erfordert eine notfallmäßige Schlaganfallabklärung; über 50 Jahren ist eine Riesenzellarteriitis auszuschließen. Der Zentralvenenverschluss zeigt ausgedehnte Netzhautblutungen; die Netzhautablösung beginnt mit Blitzen, Mouches volantes und einem vorhangartigen Schatten und muss am selben Tag überwiesen werden.
  • Das Netzhautscreening beginnt bei Typ-2-Diabetes mit der Diagnose und bei Typ-1-Diabetes innerhalb von fünf Jahren nach Krankheitsbeginn. Die proliferative Retinopathie (Neovaskularisationen) wird mit panretinaler Laserkoagulation oder intravitrealem Anti-VEGF behandelt; ein Makulaödem mit Beteiligung der Fovea wird primär mit Anti-VEGF-Injektionen behandelt.
  • Bei einer Neugeborenenkonjunktivitis werden Abstriche auf Gonokokken und Chlamydien entnommen. Die Gonokokkeninfektion beginnt meist in den ersten Lebenstagen und wird mit einer Einzeldosis Ceftriaxon behandelt; die Chlamydieninfektion beginnt typischerweise nach 5-14 Tagen und erfordert 14 Tage orales Erythromycin, da eine lokale Therapie die nasopharyngeale Besiedlung nicht beseitigt.
  • Antibiotika bei akuter Otitis media sind angezeigt bei Kindern unter zwei Jahren mit beidseitigem Befund, bei Otorrhö und bei schwerer oder systemischer Erkrankung; Mittel der Wahl ist hochdosiertes Amoxicillin. Starke Ohrschmerzen, Granulationsgewebe im Gehörgang und Hirnnervenausfälle bei älteren Menschen mit Diabetes sprechen für eine nekrotisierende Otitis externa durch Pseudomonas.
  • Bei Halsschmerzen steuert der FeverPAIN-Score (Fieber, Eiter, Vorstellung innerhalb von drei Tagen, entzündete Tonsillen, kein Husten oder Schnupfen) oder der Centor-Score die Antibiotikagabe. Ab FeverPAIN 4-5 oder Centor 3-4 ist Phenoxymethylpenicillin für 5-10 Tage gerechtfertigt; Amoxicillin wird vermieden, weil es bei infektiöser Mononukleose ein Exanthem auslöst.
  • Die Dauer unterscheidet die häufigsten Schwindelursachen: Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel dauert Sekunden und wird durch Kopfbewegungen ausgelöst, Morbus Menière dauert 20 Minuten bis 12 Stunden mit fluktuierendem Hörverlust, die Neuritis vestibularis verursacht tagelangen Dauerschwindel. Bei Dauerschwindel mit Nystagmus hilft die HINTS-Untersuchung, einen Schlaganfall im hinteren Stromgebiet zu erkennen.
  • Ein Hörsturz (mindestens 30 dB über drei benachbarte Frequenzen innerhalb von 72 Stunden) ist ein otologischer Notfall. Die Überweisung zur Audiometrie erfolgt am selben Tag; Glukokortikoide werden innerhalb von zwei Wochen nach Beginn angeboten, eine MRT schließt ein Vestibularisschwannom aus.
  • Die meisten Nasenblutungen stammen aus dem Locus Kiesselbachi: aufrecht sitzen, nach vorne beugen und den weichen Nasenanteil 10-15 Minuten zusammendrücken. Heiserkeit über drei Wochen, ein unklarer Halsknoten, ein nicht heilendes Mundschleimhautulkus oder ein einseitiger Paukenerguss beim Erwachsenen sind Warnzeichen für einen Kopf-Hals-Tumor.
  1. The red eye: telling the harmless from the sight-threatening – The red eye is one of the most common eye complaints in general practice and in the emergency department. Most red eyes are harmless, but a small group can cost the patient their sight within hours or days. The skill an examiner wants to see is triage: deciding quickly which red eye can be treated in primary care and which needs an ophthalmologist today. This chapter gives you a simple framework and then walks through the important diagnoses.
  2. Sudden visual loss, diabetic eye disease and the retina – Sudden loss of vision in a quiet, white eye is a different problem from the red eye. The cause is usually behind the lens: in the retina, the vitreous, the optic nerve or the visual pathway. Most causes are emergencies or at least same-day problems. A useful first split is whether the loss is transient (minutes, then recovers) or persistent, and whether the eye is painful or not.
  3. The ear: otitis, hearing tests and sudden hearing loss – Ear problems fill a large part of primary care, especially in children. The exam focuses on three skills: interpreting simple hearing tests, deciding when an ear infection needs antibiotics, and recognising the few ear presentations that are emergencies. Start with the anatomy. The outer ear is the pinna and the ear canal up to the tympanic membrane (eardrum). The middle ear is the air-filled space behind the drum, containing the ossicles and ventilated by the Eustachian tube into the nasopharynx. The inner ear contains the cochlea for hearing and the vestibular organs for balance.
  4. Vertigo, the nose and the throat – This chapter covers the remaining high-yield ENT problems: dizziness and vertigo, nosebleeds, sinusitis, sore throat and the warning signs of head and neck cancer. In each, the examiner tests a decision: who needs a manoeuvre, who needs antibiotics, who needs urgent referral.
16. Ethik & Patientensicherheit · 5 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Bei jedem Erwachsenen wird Einwilligungsfähigkeit vermutet. Sie gilt immer für eine konkrete Entscheidung: Die Person muss die relevanten Informationen verstehen, behalten, abwägen und eine Entscheidung mitteilen können. Eine unvernünftig erscheinende Entscheidung beweist allein keine fehlende Einwilligungsfähigkeit, und die Ablehnung einer einwilligungsfähigen Person ist zu respektieren, auch wenn Angehörige anderer Meinung sind.
  • Eine wirksame Einwilligung ist freiwillig, erfolgt nach Aufklärung (Art, Zweck, Nutzen, wesentliche Risiken und Alternativen einschließlich Nichtbehandlung) und wird von einer einwilligungsfähigen Person erteilt. Einwilligungsfähige Erwachsene, Männer wie Frauen, willigen selbst ein; im Notfall, wenn die Person nicht einwilligen kann und keine gültige Ablehnung bekannt ist, wird im besten Interesse behandelt und die Begründung dokumentiert.
  • Die Schweigepflicht darf nur mit Einwilligung, bei gesetzlicher Pflicht (meldepflichtige Krankheiten, gerichtliche Anordnung, Kinderschutz) oder im öffentlichen Interesse bei ernster Gefahr für Dritte durchbrochen werden, etwa bei einem fahruntauglichen Fahrer oder einer ahnungslosen, HIV-gefährdeten Partnerin. Offengelegt wird nur das Notwendige, und die Patientin oder der Patient wird nach Möglichkeit vorher informiert.
  • Schlechte Nachrichten werden nach dem SPIKES-Schema überbracht: Setting, Perception, Invitation, Knowledge, Emotions und Strategy mit Summary. In der Golfregion bitten Familien häufig darum, eine Diagnose zu verschweigen; ihre Sorgen werden ernst genommen, doch die einwilligungsfähige Person wird selbst gefragt, wie viel sie wissen möchte und wer einbezogen werden soll, statt sie zu täuschen.
  • Wenn etwas schiefgeht, verlangt die Pflicht zur Offenheit, die Patientin oder den Patienten zeitnah zu informieren, sich zu entschuldigen, den Hergang und das weitere Vorgehen zu erklären und das Ereignis zu melden. Auch Beinahe-Ereignisse werden gemeldet, denn Fehlermeldesysteme dienen dem Lernen und der Verbesserung des Systems (Schweizer-Käse-Modell nach Reason), nicht der Schuldzuweisung.
  • Die internationalen Patientensicherheitsziele der JCI lauten: Patienten korrekt mit zwei Identifikatoren identifizieren, Kommunikation verbessern (zum Beispiel SBAR und Rücklesen mündlicher Anordnungen), Sicherheit von Hochrisikoarzneimitteln erhöhen, sichere Chirurgie gewährleisten (WHO-Checkliste mit Team-Time-out), therapieassoziierte Infektionen durch Händehygiene senken und Sturzschäden vermeiden.
  • Eine Reanimation wird nicht angeboten, wenn sie nicht erfolgreich sein kann; die DNR-Entscheidung ist dann eine ärztliche Beurteilung, die der Patientin, dem Patienten oder der Familie einfühlsam erklärt und klar dokumentiert wird. Eine DNR-Anordnung betrifft nur die Reanimation, nicht andere Behandlungen, und eine nur scheinbar durchgeführte Reanimation ist nie zulässig.
  • Professionelle Grenzen: Niemals eine sexuelle oder unangemessene emotionale Beziehung zu Patientinnen oder Patienten eingehen und die Behandlung nicht beenden, um eine solche Beziehung zu beginnen. Bei jeder Intimuntersuchung wird eine geschulte Begleitperson angeboten; der Wunsch nach einer Ärztin oder einem Arzt gleichen Geschlechts wird nach Möglichkeit erfüllt, ohne dringende Versorgung zu verzögern.
  • Im Ramadan wird bei Menschen mit Diabetes vor Beginn das Fastenrisiko eingeschätzt (IDF-DAR 2021). Wer fastet, lernt, den Blutzucker zu messen, was das Fasten nicht bricht, und das Fasten sofort abzubrechen, wenn der Wert unter 3,9 mmol/L (70 mg/dL) fällt oder über 16,6 mmol/L (300 mg/dL) steigt; Sulfonylharnstoffe werden zum Iftar verlegt und zum Suhur reduziert.
  1. Ethical principles, capacity and consent – Medical ethics questions in Gulf licensing exams rarely ask for philosophy. They ask what a safe, honest and lawful doctor does next. Almost every answer can be traced back to four principles described by Beauchamp and Childress, and to two practical tools built on them: the assessment of decision-making capacity and the process of valid consent. If you master these three ideas, most ethics questions become straightforward.
  2. Confidentiality and breaking bad news – Patients tell doctors things they tell nobody else. They do so because they trust that the information stays private. Confidentiality protects the individual and also the public: if people feared disclosure, they would avoid care for infections, mental illness or substance use, and everyone would be less safe. The duty covers everything learned in a professional capacity, including the fact that a person is a patient at all.
  3. Patient safety: errors, candour and the International Patient Safety Goals – Healthcare is a high-risk activity carried out by people working in complex systems. The landmark US report To Err Is Human (Institute of Medicine, 1999) estimated that tens of thousands of hospital deaths each year were caused by preventable error. The WHO now estimates that roughly one in ten hospital patients is harmed during care. Patient safety is the discipline of reducing that harm, and Gulf regulators (DHA, DOH, MOHAP, SCFHS) test it heavily because most of their hospitals are accredited by Joint Commission International (JCI).
  4. Difficult decisions: DNR, end of life, discharge against advice and safeguarding – Some ethics questions are hard because emotions run high and the stakes are life and death. This chapter covers resuscitation decisions, care at the end of life, patients who want to leave hospital against advice, and the protection of children and vulnerable adults. The principles from the first chapter still apply, but each area has its own practical rules.
  5. Professionalism: boundaries, conflicts of interest, research and Gulf practice – Professionalism is the set of behaviours that makes patients, colleagues and regulators trust a doctor. Many licensing complaints in the Gulf concern not clinical skill but conduct: relationships with patients, false certificates, gifts from industry, and failure to act on an unsafe colleague. Regulators publish codes of conduct (for example the DHA and DOH professional conduct codes and the Saudi Commission's Code of Ethics for Healthcare Practitioners) that follow the same principles as the GMC's Good Medical Practice.
17. Prävention & Biostatistik · 6 % Anteil in der Prüfung · 5 lessons+
  • Zu den Screeningkriterien nach Wilson und Jungner gehören ein bedeutendes Gesundheitsproblem mit erkennbarem Latenz- oder Frühstadium, ein geeigneter und akzeptabler Test, eine anerkannte Behandlung, die früh begonnen besser wirkt, Einrichtungen für Diagnose und Therapie, ein bekannter natürlicher Verlauf, Kosteneffektivität und eine fortlaufende Fallfindung.
  • Sensitivität = RP/(RP+FN) und Spezifität = RN/(RN+FP) sind Eigenschaften des Tests und ändern sich nicht mit der Prävalenz. Der positive Vorhersagewert = RP/(RP+FP) und der negative Vorhersagewert = RN/(RN+FN) hängen von der Prävalenz ab: Wird ein guter Test in einer Bevölkerung mit niedriger Prävalenz eingesetzt, sind die meisten positiven Ergebnisse falsch positiv.
  • Absolute Risikoreduktion (ARR) = Ereignisrate der Kontrollgruppe minus Ereignisrate der Interventionsgruppe; relative Risikoreduktion = ARR geteilt durch die Ereignisrate der Kontrollgruppe; Number Needed to Treat = 1/ARR. Das relative Risiko stammt aus Kohortenstudien und Studien mit Randomisierung, die Odds Ratio (ad/bc) aus Fall-Kontroll-Studien; bei seltenen Erkrankungen nähert sich die Odds Ratio dem relativen Risiko an.
  • Das Studiendesign richtet sich nach der Fragestellung: Fall-Kontroll-Studie bei seltenen Erkrankungen, Kohortenstudie bei seltenen Expositionen und für Inzidenzen, Querschnittsstudie für Prävalenzen, randomisierte kontrollierte Studie für die Wirksamkeit von Therapien und ökologische Studie für Vergleiche auf Bevölkerungsebene. Nur die Randomisierung kontrolliert auch unbekannte Störgrößen.
  • Eine Störgröße (Confounder) ist sowohl mit Exposition als auch Endpunkt assoziiert und liegt nicht auf dem Kausalpfad (zum Beispiel Rauchen in einer Studie zu Kaffee und Lungenkrebs). Screeningstudien werden verzerrt durch Lead-Time-Bias (frühere Diagnose ohne längeres Leben), Length-Time-Bias (langsam wachsende Erkrankungen werden häufiger entdeckt) und Überdiagnose.
  • Präventionsebenen: primordial (Entstehung von Risikofaktoren verhindern), primär (Erkrankung verhindern, zum Beispiel Impfung), sekundär (Früherkennung, zum Beispiel Screening), tertiär (Komplikationen und Behinderung begrenzen, zum Beispiel Rehabilitation) und quartär (Schutz vor Übermedikalisierung).
  • Eine Ausbruchsuntersuchung bestätigt den Ausbruch und die Diagnose, legt eine Falldefinition fest, sucht Fälle, beschreibt sie nach Zeit, Ort und Person (Epidemiekurve), prüft Hypothesen und setzt Kontrollmaßnahmen so früh wie möglich um. Ein einzelner steiler Gipfel innerhalb einer Inkubationszeit spricht für eine punktuelle gemeinsame Quelle, aufeinanderfolgende Wellen für Übertragung von Mensch zu Mensch.
  • Lebendimpfstoffe (MMR, Varizellen, BCG, Gelbfieber, oraler Typhusimpfstoff, Rotavirus, attenuierter Influenza-Lebendimpfstoff) werden in der Schwangerschaft und bei relevanter Immunsuppression vermieden. Die Herdenimmunitätsschwelle beträgt 1 - 1/R0, bei Masern etwa 93 %. Pilgerinnen und Pilger zu Hadsch und Umra müssen eine Impfung gegen Meningokokken ACWY nachweisen.
  • Arbeitsmedizin: Nach einer Nadelstichverletzung mit HIV-positiver Quelle wird die Postexpositionsprophylaxe so früh wie möglich (spätestens nach 72 Stunden) begonnen und 28 Tage fortgeführt. Quarzstaub (Steinbruch, Steinbearbeitung, Sandstrahlen) verursacht Silikose und erhöht das Tuberkuloserisiko; Lärm führt zu einer Innenohrschwerhörigkeit mit Senke bei 4 kHz.
  • Ein Fehler 1. Art (Alpha) ist ein falsch positiver Schluss, ein Fehler 2. Art (Beta) ein falsch negativer; die Teststärke (Power) = 1 - Beta, üblicherweise 80-90 %. Ein nicht signifikantes Ergebnis in einer Studie mit zu geringer Teststärke beweist nicht, dass kein Unterschied besteht.
  1. Measuring disease: rates, incidence, prevalence and levels of prevention – Public health medicine asks questions about groups of people rather than one patient. How common is a disease? Is it becoming more common? Who is at risk? What can be done to stop it? To answer these questions we need a small set of measures that you must be able to define and calculate quickly. This chapter lays that foundation and then explains the levels of prevention, which examiners use to test whether you understand where an intervention acts in the natural history of disease.
  2. Screening and diagnostic test accuracy – A screening test is applied to people who feel well, to find disease in its pre-clinical phase so that earlier treatment improves outcome. A diagnostic test, by contrast, is applied to someone with symptoms. The same mathematics describes both, but screening raises special ethical issues: the doctor approaches a healthy person and therefore carries a stronger duty to be sure that benefits outweigh harms.
  3. Study designs, measures of association, bias and confounding – Clinical decisions depend on research, and exam questions test whether you can choose the right study design, calculate its measure of effect and recognise what might distort it. Start with the basic split. In observational studies the investigator watches what happens without assigning exposure. In experimental studies, mainly randomised controlled trials, the investigator assigns the intervention.
  4. Biostatistics: distributions, hypothesis testing and errors – Statistics questions in licensing exams rarely need heavy calculation. They test whether you can describe data properly, interpret a p-value and confidence interval, recognise type I and type II errors, and pick a suitable test. This chapter covers those ideas in plain language.
  5. Communicable disease control, immunisation and occupational health – Public health doctors spend much of their time on outbreaks, vaccines and the health of workers. Exam questions in this area are practical: what do you do first, what does an epidemic curve tell you, which vaccine is contraindicated, and how do you manage a needlestick injury. This chapter collects these essentials.

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Kardiologie

Lesson 1Acute coronary syndromes: recognising and treating chest pain

An acute coronary syndrome (ACS) happens when an atherosclerotic plaque in a coronary artery ruptures or erodes and a thrombus forms on top of it. The thrombus narrows or blocks the artery, and the heart muscle downstream becomes ischaemic. ACS is a spectrum: unstable angina, non-ST-elevation myocardial infarction (NSTEMI) and ST-elevation myocardial infarction (STEMI). What separates them is the ECG and the troponin, not the severity of the pain.

TypeECGHigh-sensitivity troponinUsual pathology
Unstable anginaNormal, ST depression or T inversionNot raisedPartial occlusion, no necrosis
NSTEMINormal, ST depression or T inversionRaised with rise or fallPartial occlusion with necrosis
STEMIPersistent ST elevation or new LBBB-equivalent patternRaised (do not wait for it)Complete occlusion of an epicardial artery

Every patient with suspected cardiac chest pain needs a 12-lead ECG within 10 minutes of first medical contact. The reason is simple: in STEMI each minute of delay costs myocardium, and the decision to reperfuse is made on the ECG alone. Troponin results take time and are not needed to start reperfusion.

ST elevation is significant when it is new, at the J point, in two contiguous leads, and at least 1 mm in limb leads or chest leads other than V2–V3. In V2–V3 the thresholds are higher (2 mm in men 40 or older, 2.5 mm in men under 40, 1.5 mm in women). Contiguous leads look at the same territory, so the pattern tells you which artery is blocked.

Leads with ST elevationTerritoryUsual artery
V1–V4Anterior / septalLeft anterior descending (LAD)
I, aVL, V5–V6LateralCircumflex or diagonal branch
II, III, aVFInferiorRight coronary artery (about 80 %), sometimes circumflex
V4R (right-sided lead)Right ventricleProximal right coronary artery
V7–V9 (posterior leads)Posterior wallCircumflex or right coronary artery

Two special patterns are tested often. First, inferior STEMI with right ventricular involvement: the right ventricle depends on preload to fill, so nitrates and diuretics can cause profound hypotension. Record V4R in every inferior STEMI. If the right ventricle is involved and the patient is hypotensive with clear lungs, give intravenous fluid and avoid nitrates. Second, posterior STEMI: the standard leads do not look at the back of the heart, so a posterior infarct shows as a mirror image in V1–V3, meaning horizontal ST depression with tall, broad R waves. Record V7–V9; ST elevation of 0.5 mm or more there confirms a posterior STEMI, which is treated with reperfusion like any other STEMI.

Reperfusion in STEMI. Primary percutaneous coronary intervention (PCI) is preferred if it can be delivered within 120 minutes of the STEMI diagnosis. Within 12 hours of symptom onset every STEMI should be reperfused. If PCI cannot be done within 120 minutes, give fibrinolysis (for example tenecteplase) within 10 minutes of diagnosis, then transfer the patient to a PCI centre. After fibrinolysis, angiography is done within 2–24 hours, or immediately as rescue PCI if ST elevation has not resolved by at least 50 % at 60–90 minutes or pain persists.

  1. Assess airway, breathing and circulation; attach a monitor and defibrillator.
  2. 12-lead ECG within 10 minutes; add V4R in inferior STEMI and V7–V9 if V1–V3 show ST depression.
  3. Aspirin loading dose (150–300 mg orally) unless truly allergic.
  4. Oxygen only if SpO2 is below 90 %; routine oxygen does not help and may harm.
  5. Pain relief: sublingual or intravenous nitrate if blood pressure allows; intravenous opioid titrated for severe pain.
  6. STEMI: primary PCI within 120 minutes, otherwise fibrinolysis within 10 minutes and transfer.
  7. NSTE-ACS: risk-stratify and plan angiography by risk.
  8. Start a P2Y12 inhibitor, parenteral anticoagulation, high-intensity statin and beta blocker as appropriate.

Timing of angiography in NSTE-ACS depends on risk. Very high-risk features call for an immediate invasive strategy, within 2 hours, similar to STEMI: haemodynamic instability or cardiogenic shock, recurrent or ongoing chest pain despite medical treatment, life-threatening arrhythmias or cardiac arrest, mechanical complications, acute heart failure clearly from ACS, or recurrent dynamic ST changes. High-risk patients (confirmed NSTEMI, dynamic ST changes, GRACE score above 140) should have angiography within 24 hours. Others are managed with a selective invasive strategy based on tests for ischaemia.

Drugs and their pitfalls. Nitrates must not be given to a patient who has taken a phosphodiesterase-5 inhibitor recently (sildenafil or vardenafil within 24 hours, tadalafil within 48 hours) because the combination can cause severe, refractory hypotension. Nitrates are also avoided in right ventricular infarction, severe aortic stenosis and hypotension (systolic below 90 mmHg). Dual antiplatelet therapy (aspirin plus a P2Y12 inhibitor such as ticagrelor or prasugrel) is usually continued for 12 months after ACS; it may be shortened in patients at high bleeding risk.

Mechanical complications typically appear 2–7 days after a large infarct. Papillary muscle rupture causes acute mitral regurgitation with pulmonary oedema; ventricular septal rupture causes a new harsh pansystolic murmur and shock; free wall rupture causes tamponade and electromechanical dissociation. Each is diagnosed by urgent echocardiography and usually needs surgery. Dressler syndrome is an immune pericarditis weeks after infarction.

Sources: Byrne RA et al. 2023 ESC Guidelines for the management of acute coronary syndromes. Eur Heart J 2023. · Thygesen K et al. Fourth Universal Definition of Myocardial Infarction. Eur Heart J 2019 (published 2018). · Rao SV et al. 2025 ACC/AHA/ACEP/NAEMSP/SCAI Guideline for the management of acute coronary syndromes. Circulation 2025. · Kumar and Clark's Clinical Medicine, 10th edition, 2020, chapter on cardiovascular disease.

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